DER SPIEGEL Nr. 6, 8.2.1956 bis 14.2.1956

DER SPIEGEL Zeitung 1956 vom 8. Februar bis 14. Februar 1956 mit der Titelstory „Brautschau im Ruhr-Revier“ über Super-Aktionär Krages ist ein einzigartiges Zeitdokument. Diese Originalausgabe ist ein besonderes Geschenk zum Geburtstag und spiegelt die po
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DER SPIEGEL – Originalausgabe DER SPIEGEL Zeitung 6/1956 vom 8.2.1956 bis 14.2.1956 –... mehr
DER SPIEGEL Nr. 6, Original historische Zeitung vom 08. Februar 1956 bis 14. Februar 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL Zeitung 6/1956 vom 8.2.1956 bis 14.2.1956 – Hermann Diedrich Krages

Titelgeschichte: Industrie / Großaktionär Krages – Das Gardemaß der Ruhr
Chronik über die Geburtswoche
Chronik über die Geburtswoche
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL
KEIN NACHDRUCK
MIT SPIEGEL-ECHTHEITSZERTIFIKAT
CHRONIK ÜBER DIE GEBURTSWOCHE
Diese historische SPIEGEL Zeitung von 1956 führt mitten hinein in das westdeutsche Wirtschaftswunder. Im Mittelpunkt steht Hermann Diedrich Krages, einer der spektakulärsten Großaktionäre der jungen Bundesrepublik, dessen Millionenvermögen und Machtkampf mit den etablierten Industriellen des Ruhrgebiets im Februar 1956 für Aufsehen sorgten.

Titelgeschichte: Hermann Diedrich Krages – Das Gardemaß der Ruhr

Die DER SPIEGEL Ausgabe 6/1956 widmet ihre große Titelgeschichte unter der Überschrift „Industrie / Großaktionär Krages: Das Gardemaß der Ruhr“ dem Bremer Holzkaufmann und Großaktionär Hermann Diedrich Krages. Auf dem Titel kündigt DER SPIEGEL die Geschichte mit den Worten „Brautschau im Ruhr-Revier“ an.
Krages hatte nach dem Zweiten Weltkrieg durch geschickte Käufe von Aktien der ehemaligen Vereinigten Stahlwerke ein enormes Vermögen aufgebaut. DER SPIEGEL bezifferte seine Gewinne aus diesen Wertpapiergeschäften auf nahezu eine Viertelmilliarde Mark – eine für die damalige Bundesrepublik außergewöhnliche Größenordnung.
Doch Krages wollte nicht nur Börsenspekulant bleiben. Er versuchte, in der traditionellen Montanindustrie des Ruhrgebiets unternehmerisch Fuß zu fassen und Einfluss auf bedeutende Kohle- und Stahlunternehmen zu gewinnen. Dabei traf der Außenseiter aus Bremen auf eine fest gefügte Welt etablierter Unternehmerfamilien und Industriekonzerne.

Der Kampf um die Gelsenkirchener Bergwerks-AG

Im Zentrum der Titelgeschichte steht der Machtkampf um die Gelsenkirchener Bergwerks-AG (GBAG), eines der bedeutendsten Zechenunternehmen Westdeutschlands. Krages hatte sich ein riesiges Aktienpaket gesichert und verfügte zeitweise über rund 23 Prozent des Unternehmens.
Die GBAG war damals ein Schwergewicht der deutschen Industrie: zahlreiche Zechen, Kokereien, Kraftwerke und chemische Betriebe gehörten zum Konzern. Auch die Beteiligung am Benzingeschäft machte das Unternehmen für einen Großaktionär besonders interessant.
Krages wollte nicht lediglich Kapitalgeber sein, sondern die Geschäftspolitik beeinflussen. DER SPIEGEL schildert ausführlich, wie seine Vorstellungen über Kohlechemie, Energieerzeugung und Benzinwirtschaft auf den Widerstand des traditionsbewussten Ruhrgebiets stießen.

Vom Holzkaufmann zum Multimillionär

Besonders anschaulich beschreibt DER SPIEGEL den ungewöhnlichen wirtschaftlichen Aufstieg von Hermann Diedrich Krages. Seine Familie stammte aus der Holzindustrie. Nach dem Krieg baute Krages zunächst wieder Betriebe der Holzverarbeitung auf und entwickelte mit Duroleum einen erfolgreichen Fußbodenbelag.
Den entscheidenden Vermögenssprung brachte jedoch die Börse. Als Aktien der ehemaligen Vereinigten Stahlwerke nach dem Krieg zu sehr niedrigen Kursen gehandelt wurden, erkannte Krages die Chance. Er kaufte große Mengen dieser Papiere und profitierte später von der wirtschaftlichen Erholung und der Neuordnung der deutschen Montanindustrie.
Die Geschichte zeigt damit exemplarisch eine faszinierende Seite des Wirtschaftswunders der 1950er-Jahre: Neben Fabriken, Wiederaufbau und steigenden Einkommen entstanden neue Vermögen und neue Machtverhältnisse innerhalb der deutschen Wirtschaft.

Ein Außenseiter fordert die Ruhrindustrie heraus

Krages' eigentliches Problem bestand nicht darin, genügend Kapital zu besitzen. DER SPIEGEL beschreibt vielmehr seinen Versuch, gesellschaftlich und unternehmerisch in der traditionsreichen Ruhrindustrie anerkannt zu werden.
Der Bremer Millionär traf dabei auf Unternehmerfamilien und Industriegruppen, die ihre Wurzeln zum Teil bis in die Gründerzeit des Ruhrgebiets zurückverfolgten. Krages empfand ihre Haltung zunehmend als Zurückweisung und fasste seine Enttäuschung in einem militärischen Vergleich zusammen: Wer in einem Garderegiment ständig Missachtung erfahre, lasse sich irgendwann in ein anderes Regiment versetzen.
Gerade diese Mischung aus Börsengeschichte, persönlichem Ehrgeiz und Machtkampf macht die Titelgeschichte heute zu einem außergewöhnlichen Dokument über die gesellschaftlichen Strukturen der westdeutschen Wirtschaftselite in den 1950er-Jahren.

Zementkartell: „Zonengrenze an der Weser“

Ein zweiter bemerkenswerter Wirtschaftsbeitrag dieser Zeitung von 1956 beschäftigt sich mit dem westdeutschen Zementkartell. Unter der Überschrift „Zonengrenze an der Weser“ berichtet DER SPIEGEL über Preisabsprachen und die Aufteilung von Liefergebieten zwischen Zementwerken in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
Im Mittelpunkt steht der Hildesheimer Baustoffhändler Rudolf Strecker, der sich den Preisvorgaben der Branche widersetzte. Sein Fall gelangte bis zum Bundesgerichtshof. Dieser stellte fest, dass die wirtschaftlichen Zusammenschlüsse der Zementwerke als verbotenes Kartell anzusehen seien.
Der Beitrag vermittelt heute einen anschaulichen Einblick in die Auseinandersetzungen um freie Marktwirtschaft, Wettbewerb und Kartelle, die während des Wiederaufbaus der Bundesrepublik eine wichtige Rolle spielten.

Weitere Themen dieser SPIEGEL-Ausgabe

Bonn & deutsche Politik

Aus Bonn berichtet DER SPIEGEL unter anderem über die amerikanische und sowjetische Botschaft, das Wahlrecht, die Landbeschaffung für die junge Bundeswehr und Finanzfragen der Bundesländer. Der Beitrag „Wahlrecht: Blank soll gehen“ dokumentiert politische Konflikte innerhalb der jungen Bundesrepublik.

Berlin

Die politische Lage Berlins bleibt ein wichtiges Thema. Beiträge beschäftigen sich mit dem Ostsektor, der Berliner Koalitionskrise und Auseinandersetzungen im Schulwesen.

Internationales

Unter „Eden-Reise: Pump oder Kollaps“ geht es um die internationale Politik des britischen Premierministers Anthony Eden. Weitere Meldungen führen nach Norwegen, Schweden und Spanien und spiegeln die politischen Spannungen Europas während des Kalten Krieges.

Winter-Olympia 1956

Im Sportteil berichtet DER SPIEGEL über die Olympischen Winterspiele von Cortina d’Ampezzo 1956. Der Beitrag „Die Faust im Nacken“ beschäftigt sich mit einem Filmprojekt rund um die Winterspiele.

Technik & Luftfahrt

Mit „Senkrecht-Start: Die neue Ära“ greift die Ausgabe eine damals hochmoderne Entwicklung der Luftfahrt auf. Flugzeuge, die ohne lange Startbahn senkrecht starten können, galten Mitte der 1950er-Jahre als mögliche Zukunft der militärischen und zivilen Luftfahrt.

Film, Literatur & Kultur

Die Ausgabe berichtet außerdem über Graham Greene, neue Kinofilme wie „Urlaub auf Ehrenwort“, „Die schöne Helena“ und „Teufel in Seide“ sowie über Theater und die berühmten Pariser Folies Bergère.

Zeitgeist der Woche

Die Woche vom 8. bis 14. Februar 1956 fällt mitten in die Aufbaujahre der Bundesrepublik. Das Wirtschaftswunder nahm Fahrt auf, Unternehmen investierten, Aktienkurse stiegen und die großen Industriekonzerne ordneten ihre Besitzverhältnisse nach Krieg, Entflechtung und Währungsreform neu.
Gleichzeitig prägten der Kalte Krieg, die junge Bundeswehr, politische Auseinandersetzungen in Bonn und Berlin sowie technische Entwicklungen die öffentliche Diskussion. Themen wie Winter-Olympia, Kino, Literatur und internationale Gesellschaft ergänzen das Bild des Alltags.
Gerade diese Mischung macht die historische DER SPIEGEL Zeitung 1956 zu einer authentischen Chronik über die Woche vom 8. Februar bis 14. Februar 1956.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 6/1956
Erscheinungszeitraum: 8.2.1956 – 14.2.1956
Titelgeschichte: Industrie / Großaktionär Krages – Das Gardemaß der Ruhr
Titelperson: Hermann Diedrich Krages
Sprache: Deutsch
Ausgabeart: Historische Originalausgabe
Zustand: altersentsprechend sehr gut
Diese originale SPIEGEL Zeitung von 1956 eignet sich besonders als Geschenk zum Geburtstag oder Jubiläum. Als Chronik über die Geburtswoche zeigt sie, welche politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen Deutschland und die Welt rund um das persönliche Datum bewegten.
Für Interessierte an Wirtschaftsgeschichte, Börse und dem deutschen Wirtschaftswunder besitzt die Ausgabe einen zusätzlichen besonderen Reiz: Die Titelgeschichte dokumentiert den spektakulären Aufstieg Hermann Diedrich Krages' und seinen Machtkampf mit der Ruhrindustrie aus unmittelbarer zeitgenössischer Perspektive.
Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

Präsentation & Zertifikat

Jede Ausgabe wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert, versehen mit dem Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie einem originalen SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Das Echtheitszertifikat wird ausgestellt vom offiziellen Antiquariat des SPIEGEL-Verlags (Rudolf Augstein GmbH & Co. KG). Zusätzlich enthalten: Sticker „Originalausgabe“.
Aus dem Archiv des offiziellen SPIEGEL-Antiquariats – sorgfältig geprüft, dokumentiert und mit Echtheitszertifikat versehen.

FAQ

Ist es eine Originalausgabe?
Ja – eine historische SPIEGEL-Originalausgabe aus dem Jahr 1956. Es handelt sich nicht um einen Nachdruck oder eine Reproduktion.
Warum ist DER SPIEGEL 6/1956 wirtschaftshistorisch interessant?
Die umfangreiche Titelgeschichte schildert den Aufstieg des Großaktionärs Hermann Diedrich Krages und seinen Machtkampf mit der traditionsreichen Montanindustrie des Ruhrgebiets. Damit dokumentiert sie unmittelbar die Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte der jungen Bundesrepublik.
Was bedeutet „Brautschau im Ruhr-Revier“?
DER SPIEGEL beschreibt damit Krages' Suche nach einem bedeutenden Industrieunternehmen, in dem er mit seinem enormen Aktienvermögen dauerhaft unternehmerisch Fuß fassen konnte.
Welche weiteren Themen enthält diese Zeitung von 1956?
Unter anderem berichtet die Ausgabe über das westdeutsche Zementkartell, politische Auseinandersetzungen in Bonn und Berlin, die Winter-Olympischen Spiele in Cortina, internationale Politik, Senkrechtstarter, Literatur, Film und Kultur.
Ist ein Echtheitszertifikat enthalten?
Ja. Zu dieser historischen SPIEGEL-Originalausgabe erhalten Sie ein SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Ist die Ausgabe als Geburtstagsgeschenk geeignet?
Ja. Wer zwischen dem 8. und 14. Februar 1956 geboren wurde, erhält mit dieser Ausgabe eine authentische Chronik über die Geburtswoche. Sie dokumentiert nicht nur einen einzelnen Tag, sondern die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ereignisse einer ganzen Woche.
Handelt es sich um einen Nachdruck?
Nein – angeboten wird eine historische Originalausgabe in altersentsprechend sehr gutem Zustand.


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