DER SPIEGEL Nr. 37, 12.9.1956 bis 18.9.1956

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DER SPIEGEL – Originalausgabe DER SPIEGEL 37/1956 vom 12.9.1956 bis 18.9.1956 – Japan,... mehr
DER SPIEGEL Nr. 37, Original historische Zeitung vom 12. September 1956 bis 18. September 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL 37/1956 vom 12.9.1956 bis 18.9.1956 – Japan, Hatojama und die Sowjetunion

Titelgeschichte: Japan / Friedensvertrag – Die Adenauer-Formel
Chronik über die Geburtswoche
Chronik über die Geburtswoche
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL
KEIN NACHDRUCK
MIT SPIEGEL-ECHTHEITSZERTIFIKAT
CHRONIK ÜBER DIE GEBURTSWOCHE
Diese historische SPIEGEL-Ausgabe führt mitten in die Weltpolitik des Jahres 1956. Auf dem Titel steht Japans Ministerpräsident Ichirō Hatoyama, der einen Friedensschluss mit der Sowjetunion anstrebte. Elf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren die Beziehungen zwischen Japan und Moskau noch immer von Kriegsfolgen, territorialen Forderungen und dem beginnenden Machtkampf des Kalten Krieges geprägt.

Titelgeschichte: Japan und die Sowjetunion – „Die Adenauer-Formel“

Die Titelgeschichte der DER SPIEGEL Ausgabe 37/1956 trägt die Überschrift „Japan / Friedensvertrag: Die Adenauer-Formel“. Im Mittelpunkt stehen die schwierigen Verhandlungen zwischen Japan und der Sowjetunion über die Normalisierung ihrer Beziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg.
Japans Außenminister Mamoru Shigemitsu hatte im August 1956 in Moskau mit dem sowjetischen Außenminister Dmitri Schepilow verhandelt. Eine Einigung scheiterte vor allem an den territorialen Streitfragen um die Kurilen und Sachalin. Schließlich wollte Ministerpräsident Hatoyama die Verhandlungen persönlich weiterführen.
DER SPIEGEL zeigt dabei, dass hinter dem Streit um Inseln zugleich ein größerer Konflikt stand: Japan versuchte, zwischen den beiden Supermächten USA und Sowjetunion einen eigenen außenpolitischen Spielraum zu gewinnen.

Warum DER SPIEGEL von der „Adenauer-Formel“ sprach

Bemerkenswert ist der unmittelbare Vergleich mit der Bundesrepublik Deutschland. DER SPIEGEL bezeichnet eine mögliche japanische Lösung ausdrücklich als „Adenauer-Formel“ und erinnert damit an die Moskau-Reise von Bundeskanzler Konrad Adenauer im September 1955.
Gemeint war ein Modell, bei dem diplomatische Beziehungen zur Sowjetunion aufgenommen und Kriegsgefangene freigelassen werden, während die großen territorialen Streitfragen zunächst ungelöst bleiben.
Für Japan stellte sich damit eine ähnliche Frage wie für die Bundesrepublik: Wie weit konnte ein Staat im Kalten Krieg auf Moskau zugehen, ohne territoriale Ansprüche aufzugeben und ohne seine Bindung an die Vereinigten Staaten zu gefährden?

Kurilen und Sachalin – Streit um Inseln, Fischgründe und Macht

Einen großen Teil der Titelgeschichte nimmt der Konflikt um die Kurilen und Sachalin ein. Die Gebiete waren nicht nur aus nationalen und strategischen Gründen umstritten. Für Japan hatten insbesondere die reichen Fischgründe rund um die Kurilen enorme wirtschaftliche Bedeutung.
DER SPIEGEL beschreibt, wie abhängig das dicht besiedelte Japan von diesen Fanggebieten war. Moskau konnte Fangrechte und Lizenzen damit zugleich als politisches Druckmittel in den Friedensverhandlungen einsetzen.
Auf sowjetischer Seite kamen militärische Interessen hinzu. Die Inselkette hatte strategische Bedeutung für den Schutz des sowjetischen Fernen Ostens. So verbanden sich in dem Konflikt Ernährung, Wirtschaft, territoriale Ansprüche und militärische Strategie.

Hatoyama zwischen Moskau und Washington

Ministerpräsident Ichirō Hatoyama hatte innenpolitisch stark für eine Verständigung mit der Sowjetunion geworben. Gleichzeitig konnte er auf die ehemaligen japanischen Gebiete nicht ohne Weiteres verzichten, ohne seine national-konservativen Anhänger gegen sich aufzubringen.
Hinzu kam der Einfluss der Vereinigten Staaten. US-Außenminister John Foster Dulles brachte die amerikanisch kontrollierte Insel Okinawa in das diplomatische Kräftespiel ein. Damit wurde aus dem japanisch-sowjetischen Konflikt immer deutlicher ein Teil des weltweiten Ringens zwischen Washington und Moskau.
Die Titelgeschichte ist deshalb weit mehr als ein Bericht über einen japanischen Grenzstreit. Sie dokumentiert beispielhaft, wie stark die Politik kleinerer und mittlerer Staaten 1956 vom Kräfteverhältnis der beiden Supermächte bestimmt wurde.

Suezkrise – gleichzeitig wächst die Spannung im Nahen Osten

Während in Moskau und Tokio um einen Friedensvertrag gerungen wurde, blieb die Suezkrise eines der beherrschenden internationalen Themen. Auch diese Ausgabe berichtet über den Konflikt um den von Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser verstaatlichten Suezkanal.
Damit dokumentiert SPIEGEL 37/1956 gleich mehrere Schauplätze des Kalten Krieges: die Auseinandersetzung um Japan im Fernen Osten, die sowjetisch-westlichen Beziehungen und die sich weiter zuspitzende Krise im Nahen Osten.

Deutsches Fernsehen 1956 – Peter Frankenfeld und die Suche nach Unterhaltung

Einen besonders anschaulichen Blick auf den Alltag der jungen Bundesrepublik bietet der Beitrag „Unterhaltungssendungen: Eine harte Prüfung“. Anlass war die Deutsche Fernsehschau 1956 auf dem Stuttgarter Killesberg.
Das Fernsehen steckte noch in seinen frühen Jahren. Rund 500.000 Fernsehgeräte werden im zeitgenössischen SPIEGEL-Bericht erwähnt – und die Programmmacher suchten nach Formaten, die das neue Medium für ein Massenpublikum attraktiv machen konnten.
Bekannte Namen der frühen Fernsehunterhaltung tauchen auf: Peter Frankenfeld präsentierte „Wer will, der kann“, Margot Hielscher empfing Schlagersänger, und Künstler wie Gitta Lind, Lys Assia und Gerhard Wendland gehörten zum Unterhaltungsprogramm.
DER SPIEGEL ging mit dem deutschen Unterhaltungsfernsehen hart ins Gericht. Während Fernsehspiele, Diskussionen und Dokumentationen Fortschritte machten, erschienen viele Unterhaltungssendungen noch wie übertragene „Bunte Abende“. Als Gegenbeispiele betrachtete das Magazin neue Quiz- und Showformate aus Italien und Großbritannien.

Weitere Themen dieser SPIEGEL-Ausgabe

Deutschland & Moskau

Die Beziehungen der Bundesrepublik zur Sowjetunion bleiben ein wichtiges Thema. Berichtet wird unter anderem über Moskau-Beziehungen, Truppenfragen, Wahlkampf und die außenpolitische Lage der jungen Bundesrepublik.

Axel Springer und die Presse

Unter der Überschrift „Springer: Tante Marthas Aktien“ beschäftigt sich DER SPIEGEL mit dem Presseunternehmer Axel Springer und damit zugleich mit der sich rasch entwickelnden westdeutschen Medienlandschaft.

Volkswagen und das Automobil

Der Beitrag „Autoschmierung: Warnungen aus Wolfsburg“ führt in die Autowelt des Wirtschaftswunders. Das Automobil entwickelte sich in diesen Jahren zunehmend vom Luxusgegenstand zum Symbol für Mobilität und Wohlstand.

Bergbau nach der Katastrophe von Marcinelle

Mit „Bergbau / Katastrophen: Die Folgen von Marcinelle“ greift die Ausgabe das schwere Grubenunglück im belgischen Marcinelle auf, das wenige Wochen zuvor zahlreiche Todesopfer gefordert hatte und europaweit Diskussionen über die Sicherheit im Bergbau auslöste.

Sport & Film

Weitere Beiträge behandeln die Rad-Weltmeisterschaften, internationale Filmproduktionen und gesellschaftliche Themen. So entsteht ein breites Panorama dessen, was Deutschland und die Welt im September 1956 beschäftigte.

Zeitgeist der Woche

Die Woche vom 12. bis 18. September 1956 zeigt eine Welt, in der die Folgen des Zweiten Weltkriegs noch längst nicht abgeschlossen waren. Japan und die Sowjetunion suchten nach einer Normalisierung ihrer Beziehungen, während territoriale Streitfragen und die Interessen der USA einen Friedensschluss erschwerten.
Gleichzeitig spitzte sich die Suezkrise weiter zu. In der Bundesrepublik prägten Wirtschaftswunder, Automobilisierung und das noch junge Fernsehen den Alltag. Peter Frankenfeld und andere frühe Fernsehstars standen für ein Medium, das gerade begann, das gesellschaftliche Leben grundlegend zu verändern.
Damit ist diese Originalausgabe eine vielseitige Chronik über die Geburtswoche: von den großen Konflikten des Kalten Krieges bis zur Frage, womit sich die Deutschen 1956 vor ihren noch seltenen Fernsehgeräten unterhalten ließen.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 37/1956
Erscheinungszeitraum: 12.9.1956 – 18.9.1956
Titelgeschichte: Japan / Friedensvertrag – Die Adenauer-Formel
Titelperson: Ichirō Hatoyama
Schwerpunktthema: Japanisch-sowjetische Friedensverhandlungen
Weitere Themen: Kurilen, Sachalin, Suezkrise, deutsches Fernsehen, Axel Springer, Volkswagen
Sprache: Deutsch
Ausgabeart: Historische Originalausgabe
Zustand: altersentsprechend sehr gut
Diese originale SPIEGEL-Ausgabe von 1956 eignet sich besonders als Geschenk zum Geburtstag oder Jubiläum. Als Chronik über die Geburtswoche zeigt sie, welche politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen Deutschland und die Welt rund um das persönliche Datum bewegten.
Historisch besonders interessant ist die Verbindung zwischen Japan und Deutschland: DER SPIEGEL zieht bei den japanisch-sowjetischen Verhandlungen ausdrücklich die Parallele zu Konrad Adenauers Moskau-Reise von 1955.
Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

Präsentation & Zertifikat

Jede Ausgabe wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert, versehen mit dem Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie einem originalen SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Das Echtheitszertifikat wird ausgestellt vom offiziellen Antiquariat des SPIEGEL-Verlags (Rudolf Augstein GmbH & Co. KG). Zusätzlich enthalten: Sticker „Originalausgabe“.
Aus dem Archiv des offiziellen SPIEGEL-Antiquariats – sorgfältig geprüft, dokumentiert und mit Echtheitszertifikat versehen.

FAQ

Ist es eine Originalausgabe?
Ja – eine historische SPIEGEL-Originalausgabe aus dem Jahr 1956. Es handelt sich nicht um einen Nachdruck oder eine Reproduktion.
Wer ist auf dem Titel von SPIEGEL 37/1956?
Auf dem Titel steht der japanische Ministerpräsident Ichirō Hatoyama, der 1956 eine Verständigung mit der Sowjetunion und einen Friedensschluss anstrebte.
Was bedeutet „Die Adenauer-Formel“?
DER SPIEGEL vergleicht die japanischen Verhandlungen mit Konrad Adenauers Moskau-Reise von 1955: Aufnahme diplomatischer Beziehungen und Lösung der Kriegsgefangenenfrage, während territoriale Streitfragen zunächst offenbleiben.
Worum ging es beim Streit um die Kurilen?
Für Japan waren die Inseln und ihre reichen Fischgründe wirtschaftlich und nationalpolitisch wichtig. Für die Sowjetunion besaß die Inselkette zusätzlich große strategische Bedeutung.
Berichtet die Ausgabe über das deutsche Fernsehen 1956?
Ja. Ein ausführlicher Beitrag über die Deutsche Fernsehschau 1956 beschäftigt sich mit der noch jungen Fernsehunterhaltung und nennt unter anderem Peter Frankenfeld, Margot Hielscher, Gitta Lind und Lys Assia.
Welche weiteren Themen enthält das Heft?
Weitere Themen sind die Suezkrise, die Beziehungen zwischen Bonn und Moskau, Axel Springer, Volkswagen und Automobilthemen, das Grubenunglück von Marcinelle, Sport, Film und Kultur.
Ist die Ausgabe als Geburtstagsgeschenk geeignet?
Ja. Die Ausgabe dokumentiert eine ganze Woche im September 1956 und verbindet große Weltpolitik mit Themen aus Deutschland, Fernsehen, Wirtschaft, Sport und Kultur.
Handelt es sich um einen Nachdruck?
Nein – angeboten wird eine historische Originalausgabe in altersentsprechend sehr gutem Zustand.


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