DER SPIEGEL Nr. 38, 19.9.1956 bis 25.9.1956

Original Zeitung DER SPIEGEL vom 19.9.1956 bis 25.9.1956 - Suezkrise, Robert Menzies & Nasser - Historisches Zeitdokument.
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DER SPIEGEL – Originalausgabe DER SPIEGEL 38/1956 vom 19.9.1956 bis 25.9.1956 – Robert... mehr
DER SPIEGEL Nr. 38, Original historische Zeitung vom 19. September 1956 bis 25. September 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL 38/1956 vom 19.9.1956 bis 25.9.1956 – Robert Menzies und die Suezkrise

Titelgeschichte: Internationales / Menzies – Missionar des Lächelns
Chronik über die Geburtswoche
Chronik über die Geburtswoche
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL
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MIT SPIEGEL-ECHTHEITSZERTIFIKAT
CHRONIK ÜBER DIE GEBURTSWOCHE
Diese historische SPIEGEL-Ausgabe erschien auf dem Höhepunkt der Suezkrise von 1956. Im Mittelpunkt steht der australische Ministerpräsident Robert Gordon Menzies, der im Auftrag mehrerer Staaten zwischen Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser und den westlichen Mächten vermitteln sollte. Die Ausgabe zeigt die Suezkrise nicht im Rückblick, sondern mitten im diplomatischen Ringen um einen der wichtigsten Verkehrswege der Welt.

Titelgeschichte: Robert Menzies – „Missionar des Lächelns“

Die DER SPIEGEL Ausgabe 38/1956 widmet ihre Titelgeschichte dem australischen Ministerpräsidenten Robert Gordon Menzies. Unter der Überschrift „Internationales / Menzies: Missionar des Lächelns“ schildert DER SPIEGEL seine Vermittlungsmission im eskalierenden Konflikt um den Suezkanal.
Menzies war von der Londoner Suez-Konferenz zum Sprecher jener Staaten bestimmt worden, die eine internationale Verwaltung des Kanals befürworteten. Sein Auftrag führte ihn nach Kairo zu Ägyptens Staatspräsident Gamal Abdel Nasser. Dort sollte er einen Kompromiss finden, der zugleich britische, amerikanische, asiatische und afrikanische Interessen berücksichtigt.
Der SPIEGEL schildert die Mission jedoch von Beginn an als äußerst schwierig. Menzies kehrte ohne greifbare Lösung nach London zurück. Die eigentliche Bedeutung seines Besuchs lag nach Einschätzung des Magazins weniger in einer Einigung mit Ägypten als im diplomatischen Kräfteverhältnis zwischen Großbritannien, den USA und den Staaten Asiens und Afrikas.

Suez 1956 – ein Konflikt zwischen alten und neuen Mächten

Die Suezkrise war weit mehr als ein Streit um einen Kanal. Nach der Verstaatlichung der Suezkanal-Gesellschaft durch Nasser ging es um wirtschaftliche Interessen, koloniale Machtansprüche, Ölversorgung und den Einfluss der Supermächte im Nahen Osten.
DER SPIEGEL beschreibt deutlich den Interessengegensatz zwischen dem britischen Premierminister Anthony Eden und dem amerikanischen Außenminister John Foster Dulles. Während Großbritannien eine konkrete Lösung zur Sicherung seiner Position am Kanal verlangte, versuchten die USA zugleich, ihre Beziehungen zu den asiatischen und afrikanischen Staaten zu verbessern.
Genau zwischen diesen Interessen stand Menzies. Australien war emotional und historisch eng mit Großbritannien verbunden, sicherheitspolitisch aber zunehmend auf die Vereinigten Staaten angewiesen und geografisch eng mit Asien verflochten.

Menzies in Kairo – sieben Tage ohne Durchbruch

Besonders anschaulich schildert der Artikel Menzies’ Aufenthalt in Kairo. Schon seine Ankunft verlief kühl: Präsident Nasser hatte keinen hochrangigen Empfang vorbereitet. Wenig später änderte sich jedoch der Ton, und die Gespräche verliefen ausgesprochen freundlich.
Sieben Tage lang wurde verhandelt. Zur Delegation gehörten Vertreter aus mehreren Weltregionen, darunter der Amerikaner Loy Henderson, der schwedische Außenminister Östen Undén, der iranische Außenminister Ali Adalan und der äthiopische Außenminister Abte-Wold.
Das Ergebnis war ernüchternd: Nasser machte keine entscheidenden Zugeständnisse. Gleichzeitig zeigte sich, dass auch die Delegation selbst keineswegs geschlossen hinter der britischen Position stand. Der SPIEGEL beschreibt die Gespräche deshalb als freundlich, diplomatisch geschickt – aber letztlich ergebnislos.

Nasser, Dulles und Eden – Machtkampf um den Nahen Osten

Für heutige Leser ist besonders interessant, wie stark DER SPIEGEL die Suezkrise bereits 1956 als Teil eines größeren weltpolitischen Machtkampfes deutet. Ägyptens Präsident Nasser stand für einen neuen arabischen Nationalismus, während Großbritannien um seinen schwindenden Einfluss im Nahen Osten kämpfte.
Die Vereinigten Staaten versuchten zugleich, nicht als bloßer Unterstützer der früheren europäischen Kolonialmächte wahrgenommen zu werden. Außenminister Dulles wollte deshalb stärker über die Vereinten Nationen und die Unterstützung asiatischer und afrikanischer Staaten agieren.
Gerade diese Perspektive macht die Ausgabe heute besonders spannend: Sie zeigt die Suezkrise unmittelbar vor ihrer militärischen Eskalation im Herbst 1956 und dokumentiert die diplomatischen Spannungen, aus denen wenige Wochen später ein internationaler Krieg entstehen sollte.

Robert Menzies – zwischen Großbritannien, Amerika und Asien

DER SPIEGEL zeichnet zugleich ein ausführliches Porträt des australischen Ministerpräsidenten. Robert Gordon Menzies wurde 1894 im australischen Bundesstaat Victoria geboren und machte zunächst als Jurist Karriere. Bereits 1939 war er zum ersten Mal Ministerpräsident Australiens geworden.
Seine Politik spiegelte die veränderte Stellung Australiens nach dem Zweiten Weltkrieg wider. Zwar blieb das Land dem britischen Commonwealth verbunden, gleichzeitig wurden die sicherheitspolitischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten immer wichtiger.
Der Artikel beschreibt Menzies daher als Politiker zwischen mehreren Welten: britische Tradition auf der einen, amerikanische Sicherheitsinteressen und die geografische Nähe zu Asien auf der anderen Seite. Gerade deshalb erschien er 1956 als geeigneter Vermittler im Suezkonflikt.

Weitere Themen dieser SPIEGEL-Ausgabe

Bundesrepublik & NATO

Auch in Bonn bestimmen Außenpolitik und Kalter Krieg die Berichterstattung. Themen sind unter anderem der sowjetische Botschafter, die deutsche Haltung zur Suezkrise, der Wahlkampf sowie die deutsche NATO-Mitgliedschaft.

Bundeswehr

Im Bereich Streitkräfte berichtet DER SPIEGEL über General Hans Röttiger, militärische Planungen und Übergriffe innerhalb der jungen Bundeswehr. Die Ausgabe dokumentiert damit zugleich eine frühe Phase des Aufbaus der westdeutschen Streitkräfte.

Wirtschaft & Verkehr

Unter „Autobahn-Flugplätze: Für eilige Kaufleute“ beschäftigt sich das Magazin mit neuen Ideen für die Verbindung von Straßen- und Luftverkehr. Daneben geht es um Grundeigentum, Exportgeschäfte und die Rex-Motorenwerke.

Lufthansa

Auch die noch junge neue Lufthansa ist Thema. Der Beitrag „Löcher im Zaun“ bietet einen zeitgenössischen Einblick in die Aufbaujahre des deutschen Luftverkehrs nach dem Zweiten Weltkrieg.

Beethoven – Diagnosen nach dem Tod

Im Medizinbereich widmet sich DER SPIEGEL Ludwig van Beethoven. Unter der Überschrift „Diagnosen nach dem Tode“ geht es um medizinische Deutungen seiner Krankheiten und seines Todes. Damit verbindet die Ausgabe aktuelle Politik mit kultur- und medizinhistorischen Themen.

Zeitgeist der Woche

Die Woche vom 19. bis 25. September 1956 war geprägt von einem internationalen Konflikt, der jederzeit eskalieren konnte. Die Verstaatlichung des Suezkanals hatte Großbritannien und Frankreich herausgefordert, Ägyptens Präsident Nasser wurde zum Symbol des arabischen Nationalismus und die USA versuchten, zwischen ihren europäischen Verbündeten und den Staaten Asiens und Afrikas zu vermitteln.
Gleichzeitig befand sich die Bundesrepublik mitten im politischen und wirtschaftlichen Aufbruch. Die Bundeswehr wurde aufgebaut, die neue Lufthansa expandierte und der Kalte Krieg bestimmte zahlreiche politische Entscheidungen.
Diese Ausgabe ist deshalb eine besonders anschauliche Chronik über die Geburtswoche: Sie zeigt den Suezkonflikt unmittelbar vor seinem dramatischen Höhepunkt und vermittelt zugleich Politik, Wirtschaft, Verkehr, Kultur und Alltag der Bundesrepublik im September 1956.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 38/1956
Erscheinungszeitraum: 19.9.1956 – 25.9.1956
Titelgeschichte: Internationales / Menzies – Missionar des Lächelns
Titelperson: Robert Gordon Menzies
Schwerpunktthema: Suezkrise 1956
Weitere Personen: Gamal Abdel Nasser, John Foster Dulles, Anthony Eden
Sprache: Deutsch
Ausgabeart: Historische Originalausgabe
Zustand: altersentsprechend sehr gut
Diese originale SPIEGEL-Ausgabe von 1956 eignet sich besonders als Geschenk zum Geburtstag oder Jubiläum. Als Chronik über die Geburtswoche zeigt sie, welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen Deutschland und die Welt rund um das persönliche Datum bewegten.
Für historisch Interessierte besitzt die Ausgabe einen besonderen Reiz: Sie dokumentiert die Suezkrise von 1956 in dem Moment, als noch um eine diplomatische Lösung gerungen wurde und die spätere militärische Eskalation noch bevorstand.
Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

Präsentation & Zertifikat

Jede Ausgabe wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert, versehen mit dem Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie einem originalen SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Das Echtheitszertifikat wird ausgestellt vom offiziellen Antiquariat des SPIEGEL-Verlags (Rudolf Augstein GmbH & Co. KG). Zusätzlich enthalten: Sticker „Originalausgabe“.
Aus dem Archiv des offiziellen SPIEGEL-Antiquariats – sorgfältig geprüft, dokumentiert und mit Echtheitszertifikat versehen.

FAQ

Ist es eine Originalausgabe?
Ja – eine historische SPIEGEL-Originalausgabe aus dem Jahr 1956. Es handelt sich nicht um einen Nachdruck oder eine Reproduktion.
Was ist die Titelgeschichte von SPIEGEL 38/1956?
Die Titelgeschichte „Missionar des Lächelns“ beschäftigt sich mit dem australischen Ministerpräsidenten Robert Gordon Menzies und seiner Vermittlungsmission in der Suezkrise.
Welche Rolle spielte Robert Menzies in der Suezkrise?
Menzies führte eine internationale Delegation nach Kairo und verhandelte mit Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser über eine mögliche internationale Regelung für den Suezkanal.
Kommt Gamal Abdel Nasser in dieser Ausgabe vor?
Ja. Nasser ist eine zentrale Figur der Titelgeschichte und der internationalen Berichterstattung über die Suezkrise.
Warum ist diese Ausgabe historisch interessant?
Sie erschien unmittelbar während der diplomatischen Phase der Suezkrise 1956 und damit nur wenige Wochen vor der späteren militärischen Eskalation zwischen Ägypten, Israel, Großbritannien und Frankreich.
Welche weiteren Themen enthält das Heft?
Zu den weiteren Themen gehören NATO und Bundeswehr, Lufthansa, deutscher Außenhandel, Autobahn-Flugplätze, internationale Politik sowie ein medizinischer Beitrag über Ludwig van Beethoven.
Ist ein Echtheitszertifikat enthalten?
Ja – zu der historischen SPIEGEL-Originalausgabe erhalten Sie ein Echtheitszertifikat.
Ist die Ausgabe als Geburtstagsgeschenk geeignet?
Ja. Die Originalausgabe dokumentiert eine komplette Woche aus dem Jahr 1956 und eignet sich damit hervorragend als persönliche Chronik rund um das Geburtsdatum.
Handelt es sich um einen Nachdruck?
Nein – angeboten wird eine historische Originalausgabe in altersentsprechend sehr gutem Zustand.


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