DER SPIEGEL Nr. 32, 8.8.1956 bis 14.8.1956

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DER SPIEGEL Nr. 32, Original historische Zeitung vom 08. August 1956 bis 14. August 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL 32/1956 vom 8.8.1956 bis 14.8.1956 – Nasser, Suezkanal und Suezkrise

Titelgeschichte: Der Weg durchs Rote Meer – Ägyptens Staatspräsident Nasser
Chronik über die Geburtswoche
Chronik über die Geburtswoche
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL
KEIN NACHDRUCK
MIT SPIEGEL-ECHTHEITSZERTIFIKAT
CHRONIK ÜBER DIE GEBURTSWOCHE
Diese historische SPIEGEL-Ausgabe dokumentiert einen der entscheidenden Momente des Jahres 1956: Nur wenige Tage zuvor hatte Ägyptens Staatspräsident Gamal Abdel Nasser den Suezkanal verstaatlicht. DER SPIEGEL analysiert die Hintergründe des Konflikts, Nassers Pläne für den Assuan-Staudamm und die lebenswichtige Bedeutung des Kanals für Großbritannien und Westeuropa. Eine Ausgabe unmittelbar aus der Entstehungsphase der Suezkrise 1956.

Titelgeschichte: Nasser und der Kampf um den Suezkanal

Die Titelgeschichte der DER SPIEGEL Ausgabe 32/1956 führt mitten hinein in eine der schwersten internationalen Krisen der 1950er Jahre. Im Mittelpunkt steht Ägyptens Staatspräsident Gamal Abdel Nasser, der am 26. Juli 1956 die Suezkanal-Gesellschaft verstaatlicht hatte.
Unter der Überschrift „Die letzten Tropfen Blut“ schildert DER SPIEGEL die dramatischen Ereignisse und analysiert, warum Nasser zu diesem Schritt bereit war. Für Ägypten ging es um nationale Selbstbestimmung und die Finanzierung eines gigantischen Zukunftsprojekts. Für Großbritannien und Frankreich standen wirtschaftlicher Einfluss und strategische Interessen auf dem Spiel.
Die Ausgabe erschien zu einem Zeitpunkt, als noch niemand wissen konnte, wie weit die Krise eskalieren würde. Gerade deshalb ist sie heute ein bemerkenswertes zeitgeschichtliches Originaldokument.

26. Juli 1956 – Nasser verstaatlicht den Suezkanal

DER SPIEGEL rekonstruiert ausführlich den Abend des 26. Juli 1956. Vor mehr als 100.000 Menschen in Alexandria hielt Nasser eine mehrstündige Rede zum vierten Jahrestag der ägyptischen Revolution.
Während Nasser sprach, warteten ägyptische Einsatzkräfte auf ein zuvor vereinbartes Stichwort. Als es während der Rede fiel, wurden die Geschäftsstellen der Suezkanal-Gesellschaft in Ägypten besetzt. Die Nationalisierung war damit nicht nur eine politische Ankündigung, sondern eine sorgfältig vorbereitete Aktion.
Nassers Botschaft war eindeutig: Der Kanal sollte künftig unter ägyptischer Kontrolle stehen und seine Einnahmen sollten Ägyptens wirtschaftlicher Entwicklung dienen.

Der Assuan-Staudamm – Nassers großes Zukunftsprojekt

Ein Schlüssel zum Verständnis der Suezkrise war der geplante Assuan-Staudamm. DER SPIEGEL bezifferte die damaligen Baukosten auf rund 5,5 Milliarden Mark. Das Projekt sollte die landwirtschaftliche Nutzfläche Ägyptens erheblich vergrößern und enorme Mengen elektrischer Energie erzeugen.
Nur eine Woche vor der Verstaatlichung hatten die USA und Großbritannien ihre finanzielle Unterstützung für das Projekt zurückgezogen. Für Nasser war dies ein schwerer politischer Rückschlag.
Mit den Einnahmen aus dem Suezkanal wollte er nun versuchen, den Bau aus eigener Kraft zu finanzieren. Kanal und Staudamm wurden dadurch zu zwei unmittelbar miteinander verbundenen Schauplätzen der internationalen Politik.

Warum der Suezkanal für Europa so wichtig war

DER SPIEGEL erklärt ausführlich die enorme wirtschaftliche Bedeutung des Suezkanals. Die Wasserstraße verband Europa auf wesentlich kürzerem Weg mit dem Nahen Osten und Asien und war insbesondere für die Versorgung Westeuropas mit Erdöl von zentraler Bedeutung.
1955 hatten bereits 14.666 Schiffe den Kanal passiert. Ein Schiff auf der Strecke zwischen London und Kalkutta konnte durch die Kanalroute auf Hin- und Rückfahrt rund 7.400 Seemeilen gegenüber dem Umweg um das Kap der Guten Hoffnung einsparen.
Damit ging es in der Krise keineswegs nur um politische Symbolik. Wer den Suezkanal kontrollierte, besaß erheblichen Einfluss auf eine der wichtigsten Verkehrs- und Handelsadern der damaligen Weltwirtschaft.

Großbritannien: „England wird kämpfen“

Besonders für Großbritannien war Nassers Vorgehen eine massive Herausforderung. Der Suezkanal war für die britische Ölversorgung und für die verbliebenen wirtschaftlichen Interessen des ehemaligen Weltreichs von herausragender Bedeutung.
DER SPIEGEL beschreibt die Reaktion von Premierminister Anthony Eden, die diplomatischen Beratungen in London und die ersten militärischen Vorbereitungen. Britische Kriegsschiffe erhielten Anweisungen, ihre Vorräte aufzufüllen, während Truppenverlegungen nach Zypern vorbereitet wurden.
Noch befand sich die Krise überwiegend auf diplomatischem Terrain. Doch bereits in dieser Ausgabe ist zu erkennen, wie schnell aus dem Streit um den Kanal ein militärischer Konflikt werden konnte.

USA und Sowjetunion – Weltpolitik im Kalten Krieg

Die Suezkrise spielte sich mitten im Kalten Krieg ab. DER SPIEGEL untersucht deshalb ausführlich die Haltung der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion.
Washington hatte die Finanzierung des Assuan-Staudamms zurückgezogen, reagierte auf Nassers Verstaatlichung des Kanals zunächst jedoch wesentlich zurückhaltender als London und Paris erwartet hatten. Auch Moskau beobachtete die Entwicklung aufmerksam und unterstützte Ägyptens Anspruch auf größere politische Eigenständigkeit.
Damit zeigt die Ausgabe sehr anschaulich, wie sich regionale Konflikte in den 1950er Jahren unmittelbar mit der globalen Machtkonkurrenz zwischen Ost und West verbanden.

Londoner Suez-Konferenz steht bevor

Zum Erscheinungszeitpunkt dieser Ausgabe richtete sich der Blick auf die für den 16. August 1956 geplante internationale Konferenz in London. Dort sollte nach einer diplomatischen Lösung für die Kontrolle und Nutzung des Suezkanals gesucht werden.
Gerade dieser Zeitpunkt macht das Heft historisch besonders interessant: DER SPIEGEL berichtet nicht rückblickend über eine längst entschiedene Krise, sondern analysiert die Situation, während ihr Ausgang noch vollkommen offen war.

Bundeswehr, Wehrpflicht und Abrüstung

Auch die Sicherheitspolitik der jungen Bundesrepublik nimmt breiten Raum ein. Beiträge über Abrüstung, Bundeswehr, Streitkräfte und den Wehrpflicht-Streit dokumentieren eine Zeit, in der Westdeutschland gerade wieder eigene Streitkräfte aufbaute.
Die Bundeswehr war erst wenige Monate zuvor gegründet worden. 1956 wurde zugleich die allgemeine Wehrpflicht gesetzlich eingeführt. Die Frage nach der militärischen Rolle der Bundesrepublik gehörte damit zu den großen politischen und gesellschaftlichen Kontroversen dieser Zeit.

„Rationalisierer raus“ – Protest gegen den Wandel der Arbeitswelt

Unter der Überschrift „Arbeiter-Aufruhr: Rationalisierer raus“ beschäftigt sich DER SPIEGEL mit einem weiteren charakteristischen Thema der Wirtschaftswunderjahre.
Technischer Fortschritt und Rationalisierung versprachen höhere Produktivität, lösten bei Beschäftigten aber zugleich Ängste um Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen aus. Der Beitrag dokumentiert damit eine gesellschaftliche Debatte, die den wirtschaftlichen Aufschwung der 1950er Jahre begleitete.

Andrea Doria – das Logbuch der Schiffskatastrophe

Nur wenige Wochen vor Erscheinen dieser Ausgabe war das italienische Passagierschiff Andrea Doria nach einer Kollision mit der Stockholm vor der amerikanischen Ostküste gesunken.
DER SPIEGEL greift die Katastrophe unter der Überschrift „Andrea Doria: Das Logbuch“ erneut auf. Das Unglück vom Juli 1956 gehörte zu den weltweit beachteten Nachrichtenereignissen dieses Sommers.

Autos, Autokinos und das Lebensgefühl der 1950er Jahre

Neben der großen Weltpolitik zeigt die Ausgabe auch den Alltag und die moderne Konsumkultur der 1950er Jahre. Im Automobilteil geht es unter „Wettlauf nach Turin“ um die Gestaltung neuer Fahrzeugmodelle.
Besonders zeittypisch ist ein Beitrag über Autokinos. Auto, Film und Freizeitkultur verbanden sich zu einem Lebensgefühl, das stark von amerikanischen Vorbildern geprägt war und auch in der Bundesrepublik zunehmend Aufmerksamkeit fand.

Weitere Themen dieser SPIEGEL-Ausgabe

Algerien und Tunesien

Mit Beiträgen über die Algerien-Frage und Tunesien dokumentiert das Heft die zunehmenden Konflikte um die französische Kolonialherrschaft in Nordafrika.

Margot Hielscher

Im Filmteil findet sich eine eigene Margot-Hielscher-Story. Die Schauspielerin und Sängerin gehörte zu den bekannten deutschen Unterhaltungsstars der Nachkriegszeit.

Aldous Huxley

Unter den Buchneuerscheinungen wird Aldous Huxleys „Das Genie und die Göttin“ vorgestellt. Daneben bespricht DER SPIEGEL Budd Schulbergs „Schmutziger Lorbeer“.

Eisenhower

Auch US-Präsident Dwight D. Eisenhower findet sich in dieser Ausgabe – diesmal mit einem medizinischen Beitrag über seinen Gesundheitszustand.

Zeitgeist der Woche

Die Woche vom 8. bis 14. August 1956 steht im Zeichen einer Weltkrise, deren Ausgang noch völlig offen ist. Nasser hat den Suezkanal verstaatlicht, Großbritannien und Frankreich beraten über Gegenmaßnahmen, die USA und die Sowjetunion verfolgen eigene Interessen und eine internationale Konferenz soll einen Ausweg finden.
Gleichzeitig erlebt die Bundesrepublik ihren eigenen Wandel. Bundeswehr und Wehrpflicht werden kontrovers diskutiert, Rationalisierung verändert die Arbeitswelt und das Automobil prägt zunehmend Alltag und Freizeit.
Gerade diese Mischung macht ein historisches Wochenmagazin so aussagekräftig: Weltpolitik steht neben Wirtschaft, Gesellschaft, Technik, Film und Kultur. Die Ausgabe zeigt nicht nur ein einzelnes Ereignis, sondern vermittelt ein breites Bild davon, was die Menschen in dieser Woche des Jahres 1956 beschäftigte.
Damit ist DER SPIEGEL 32/1956 eine besonders eindrucksvolle Chronik über die Geburtswoche.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 32/1956
Erscheinungszeitraum: 8.8.1956 – 14.8.1956
Titelgeschichte: Der Weg durchs Rote Meer
Titelperson: Ägyptens Staatspräsident Nasser
Weitere Themen: Suezkanal, Assuan-Staudamm, Bundeswehr, Wehrpflicht, Andrea Doria, Rationalisierung, Autokinos
Sprache: Deutsch
Ausgabeart: Historische Originalausgabe
Zustand: altersentsprechend sehr gut
Diese originale SPIEGEL-Ausgabe von 1956 eignet sich besonders als persönliches Geschenk zum Geburtstag oder Jubiläum. Sie dokumentiert nicht nur das Geburtsdatum, sondern die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ereignisse einer ganzen Woche.
Mit Nasser und der beginnenden Suezkrise besitzt diese Ausgabe zudem einen außergewöhnlich bedeutenden weltgeschichtlichen Schwerpunkt. Der Leser erlebt die Krise aus der Perspektive des Jahres 1956 – zu einem Zeitpunkt, als ihr weiterer Verlauf noch nicht bekannt war.
Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

Präsentation & Zertifikat

Jede Ausgabe wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert, versehen mit dem Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie einem originalen SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Das Echtheitszertifikat wird ausgestellt vom offiziellen Antiquariat des SPIEGEL-Verlags (Rudolf Augstein GmbH & Co. KG). Zusätzlich enthalten: Sticker „Originalausgabe“.
Aus dem Archiv des offiziellen SPIEGEL-Antiquariats – sorgfältig geprüft, dokumentiert und mit Echtheitszertifikat versehen.

FAQ

Ist es eine Originalausgabe?
Ja – eine historische SPIEGEL-Originalausgabe aus dem Jahr 1956. Es handelt sich nicht um einen Nachdruck oder eine Reproduktion.
Wer ist auf dem Titel von SPIEGEL 32/1956?
Auf dem Titel ist Ägyptens Staatspräsident Gamal Abdel Nasser zu sehen.
Worum geht es in der Titelgeschichte?
Die Titelgeschichte behandelt Nassers Verstaatlichung des Suezkanals, die Hintergründe des Konflikts, den geplanten Assuan-Staudamm und die Reaktionen Großbritanniens, Frankreichs, der USA und der Sowjetunion.
Wann wurde der Suezkanal verstaatlicht?
Nasser verkündete die Verstaatlichung der Suezkanal-Gesellschaft am 26. Juli 1956 während einer Rede in Alexandria.
Warum ist diese Ausgabe historisch besonders interessant?
Sie erschien unmittelbar während der Entstehung der Suezkrise. Die spätere militärische Eskalation lag noch in der Zukunft, sodass die Berichterstattung die damalige Unsicherheit und die politischen Handlungsmöglichkeiten unmittelbar widerspiegelt.
Welche weiteren Themen enthält das Heft?
Unter anderem Bundeswehr und Wehrpflicht, Abrüstung, Rationalisierung, die Andrea-Doria-Katastrophe, Automobildesign, Autokinos, Algerien, Margot Hielscher und Aldous Huxley.
Ist DER SPIEGEL 32/1956 als Geburtstagsgeschenk geeignet?
Ja. Das Original dokumentiert Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur der gesamten Geburtswoche vom 8. bis 14. August 1956.
Handelt es sich um einen Nachdruck?
Nein – angeboten wird eine historische Originalausgabe in altersentsprechend sehr gutem Zustand.


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