DER SPIEGEL Nr. 19, 9.5.1956 bis 15.5.1956

DER SPIEGEL Nr. 19, 9.5.1956 bis 15.5.1956
39,99 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Sofort versandfertig, Lieferzeit ca. 1-3 Werktage

  • sp56_19
  • 0.2 kg
DER SPIEGEL – Originalausgabe DER SPIEGEL 19/1956 vom 09.05.1956 bis 15.05.1956 – Philip... mehr
DER SPIEGEL Nr. 19, Original historische Zeitung vom 09. Mai 1956 bis 15. Mai 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL 19/1956 vom 09.05.1956 bis 15.05.1956 – Philip Rosenthal

Titelgeschichte: Industrie / Rosenthal-Porzellan – Die Bedarfsweckungstour
Chronik über die Geburtswoche
Chronik über die Geburtswoche
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL
KEIN NACHDRUCK
MIT SPIEGEL-ECHTHEITSZERTIFIKAT
CHRONIK ÜBER DIE GEBURTSWOCHE
Diese historische SPIEGEL-Ausgabe zeigt Philip Rosenthal im Jahr 1956 – in einer Phase, in der sich die deutsche Konsumgesellschaft rasant veränderte. Moderne Formen, Werbung, Verkaufspsychologie und internationales Design sollten aus Tellern, Tassen und Vasen nicht mehr nur Gebrauchsgegenstände machen, sondern begehrenswerte Markenprodukte. DER SPIEGEL porträtiert den damals 39-jährigen Rosenthal als unkonventionellen Unternehmer, der die traditionsreiche Porzellanindustrie mit neuen Ideen grundlegend verändern wollte.

Titelgeschichte: Philip Rosenthal – „Die Bedarfsweckungstour“

Die große Titelgeschichte der DER SPIEGEL Ausgabe 19/1956 beschäftigt sich mit Philip Rosenthal und der Entwicklung der Rosenthal-Porzellan AG zu einem der bedeutendsten deutschen Hersteller von Markenporzellan.
Ausgangspunkt ist die Hannover-Messe 1956. Film- und Fernsehstar Margot Hielscher präsentiert gemeinsam mit dem französischen Zeichner Raymond Peynet neue Rosenthal-Kollektionen. Philip Rosenthal selbst steht mitten im Geschehen und nutzt die Messe gezielt als Bühne für seine Vorstellungen von moderner Werbung.
DER SPIEGEL beschreibt einen Unternehmer, der nicht allein Porzellan verkaufen möchte. Rosenthal will vielmehr neue Wünsche beim Kunden erzeugen. Diese Strategie bezeichnet der Artikel als „Bedarfsweckung“ – ein bemerkenswert frühes Beispiel für die moderne Konsum- und Markenpsychologie der Wirtschaftswunderjahre.

Design wird zum Verkaufsargument

Philip Rosenthal hatte erkannt, dass sich die Produkte der deutschen Porzellanhersteller für viele Kunden kaum noch voneinander unterschieden. Seine Antwort darauf war eine deutlich erkennbare Rosenthal-Formensprache.
Neue Formen, ungewöhnliche Dekore und internationale Designer sollten der Marke ein eigenes Gesicht geben. Zu den im Artikel genannten Gestaltern gehören der amerikanisch-französische Industriedesigner Raymond Loewy, der finnische Designer Tapio Wirkkala, Raymond Peynet sowie die deutsche Künstlerin Bele Bachem.
Damit dokumentiert diese Ausgabe einen entscheidenden Wandel der Nachkriegszeit: Gestaltung wird vom handwerklichen Detail zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor.

Vom „Maria weiß“ zur Form „2000“

DER SPIEGEL zeichnet zugleich die Geschichte des Unternehmens nach. Philip Rosenthals Vater Philipp Rosenthal senior hatte Ende des 19. Jahrhunderts mit einer Porzellanmalerei begonnen und daraus einen der bedeutendsten deutschen Porzellankonzerne aufgebaut.
Zu den berühmtesten Erzeugnissen gehörte das 1913 entstandene Service „Maria weiß“, benannt nach Rosenthals zweiter Ehefrau Maria. Vier Jahrzehnte später stand der Sohn vor der Aufgabe, die traditionsreiche Marke an den Geschmack einer neuen Generation anzupassen.
Besonders erfolgreich wurde die moderne Form „2000“. Nach Angaben des Artikels wurden allein zwischen Mai 1954 und Februar 1956 rund 132.000 Service dieses Modells verkauft. DER SPIEGEL zeigt damit unmittelbar, wie sich der Geschmack der jungen Bundesrepublik zwischen Tradition und moderner Formgebung verschob.

Raymond Loewy und modernes Industrial Design

Eine Schlüsselrolle in Rosenthals Neuausrichtung spielte Raymond Loewy, einer der bekanntesten Industriedesigner des 20. Jahrhunderts. Über ihn erschloss sich Rosenthal neue Kontakte zum amerikanischen Markt.
Für amerikanische Kunden entstanden Geschirrformen, die nicht nur modern aussehen, sondern auch auf veränderte Ess- und Lebensgewohnheiten abgestimmt waren. Teller wurden flacher, Deckel sollten zusätzlich als Schalen nutzbar sein und jedes Detail wurde auf Gebrauch und Verkauf hin untersucht.
Der Artikel vermittelt damit einen faszinierenden Einblick in eine Zeit, in der der heute selbstverständliche Begriff Industrial Design in Deutschland noch etwas ausgesprochen Neues war.

Tapio Wirkkala – internationales Design aus Finnland

Auf der Hannover-Messe 1956 präsentierte Rosenthal auch neue Arbeiten des finnischen Designers Tapio Wirkkala. Wirkkala hatte auf den Mailänder Triennalen bereits mehrere Goldmedaillen gewonnen und gehörte zu den international angesehensten Gestaltern seiner Generation.
Philip Rosenthal sah in dessen Entwürfen eine Weiterentwicklung der bis dahin bewusst extravaganten Formensprache seines Unternehmens. Die neuen Vasen sollten die von ihm geförderte asymmetrische Gestaltung in eine „diszipliniertere Richtung“ führen.
Auch hier zeigt sich der besondere Reiz des Originals: Wir begegnen heute berühmten Designern zu einem Zeitpunkt, als ihre Zusammenarbeit mit Rosenthal gerade entstand.

Verkaufspsychologie im Wirtschaftswunder

Besonders modern wirkt aus heutiger Sicht Rosenthals Beschäftigung mit Verkaufspsychologie. Verkäufer sollten ihren Kunden nicht einfach Tassen und Teller zeigen, sondern eine Geschichte um das Produkt erzählen.
Geschäfte erhielten genaue Empfehlungen für Beleuchtung, Warenpräsentation und Ladengestaltung. Rosenthal ließ spezielle Ausstellungsgestelle herstellen und organisierte Schulungen für Verkäufer. Das Porzellan sollte, wie es im Artikel heißt, regelrecht „dramatisiert“ werden.
Damit beschreibt DER SPIEGEL bereits 1956 Methoden, die heute zum selbstverständlichen Instrumentarium von Markenbildung, Verkaufspsychologie und Visual Merchandising gehören.

Rosenthal zwischen Familiengeschichte und Nationalsozialismus

Die Titelgeschichte beschränkt sich nicht auf Produkte und Werbung. Sie zeichnet auch die wechselvolle Geschichte der Familie Rosenthal nach.
Firmengründer Philipp Rosenthal senior verlor während der NS-Zeit aufgrund seiner jüdischen Herkunft zunehmend den Einfluss auf das von ihm geschaffene Unternehmen. Der Artikel schildert die Entmündigung des Firmengründers, den Verlust des Familienbesitzes und die späteren Rückerstattungs- und Wiedergutmachungsverfahren.
Philip Rosenthal junior hatte Deutschland bereits vor dem Krieg verlassen, in England studiert und während des Krieges unter anderem für britische Stellen gearbeitet. Nach seiner Rückkehr beteiligte er sich wieder am Unternehmen und begann dessen gestalterische und wirtschaftliche Neuausrichtung.

Weltraumfahrt – was sagt die Kirche zu außerirdischem Leben?

Ein heute besonders kurioser und zugleich bemerkenswerter Beitrag dieser Ausgabe trägt die Überschrift „Weltraumfahrt: Chance für Missionare“.
Noch bevor ein Mensch den Weltraum erreicht hatte, diskutierten katholische Theologen bereits die Frage, ob auf anderen Planeten menschenähnliche oder vernunftbegabte Lebewesen existieren könnten.
Dabei ging es um Fragen, die im Jahr 1956 geradezu futuristisch wirkten: Könnten außerirdische Wesen im Paradies leben? Gäbe es auch auf anderen Planeten die Erbsünde? Hätte die Erlösung durch Christus auch für sie Bedeutung? Und dürften katholische Missionare eines Tages ins Weltall reisen?
Der Beitrag erinnert dabei an den historischen Konflikt der Kirche mit Galileo Galilei und zeigt, wie vorsichtig katholische Theologen Mitte der 1950er Jahre mit den neuen Möglichkeiten von Raumfahrt und Astronomie umgingen.

Weitere Themen dieser SPIEGEL-Ausgabe

Oder-Neiße-Linie & deutsche Frage

Mehrere Beiträge beschäftigen sich mit der deutschen Frage und der politischen Auseinandersetzung um die Oder-Neiße-Grenze. Die deutsche Teilung und das Verhältnis zu den Staaten Osteuropas gehörten 1956 zu den zentralen Themen der Bonner Politik.

Konrad Adenauer & Bundespolitik

Unter anderem berichtet DER SPIEGEL über Bundeskanzler Konrad Adenauer, das Bundeskabinett und die innenpolitischen Diskussionen der jungen Bundesrepublik.

NATO und Kalter Krieg

Unter „NATO-Konferenz: Jenseits der Nato“ behandelt die Ausgabe die strategische Lage des westlichen Bündnisses. Daneben geht es um die Streitkräfte und Wirtschaftsaktivitäten des Ostblocks.

Atomwaffen

Der Beitrag „Atom-Waffen: Die dritte Stufe“ zeigt, wie stark die Entwicklung nuklearer Waffen Mitte der 1950er Jahre die internationale Politik und die öffentliche Diskussion bestimmte.

Sahara & Afrika

Mit „Afrika / Sahara: Ehrgeiz im Sand“ richtet DER SPIEGEL den Blick auf die politischen und wirtschaftlichen Interessen Europas in Nordafrika.

Film & Anastasia

Im Filmteil werden mehrere neue Kinofilme vorgestellt. Außerdem beschäftigt sich die Ausgabe unter dem Titel „Anastasia: Die gute, fette Milchkuh“ mit dem anhaltenden Interesse an der angeblich überlebenden Tochter des letzten russischen Zaren.

Zeitgeist der Woche

Diese historische SPIEGEL-Ausgabe von 1956 vermittelt besonders anschaulich den Geist der Wirtschaftswunderjahre. Der materielle Wohlstand wächst, Wohnungen werden moderner eingerichtet und Marken, Werbung und Design gewinnen immer größere Bedeutung.
Philip Rosenthal verkörpert diesen Wandel auf besondere Weise. Er verbindet traditionelle deutsche Porzellanherstellung mit internationalem Design, amerikanischen Verkaufsmethoden und einer neuen Vorstellung davon, wie Produkte Begehrlichkeit erzeugen.
Gleichzeitig stehen die Menschen 1956 an der Schwelle des Raumfahrtzeitalters. Noch ist kein Mensch ins All geflogen, doch Theologen diskutieren bereits über außerirdisches Leben und Missionare im Weltraum. Zusammen mit Kaltem Krieg, Atomwaffen und der deutschen Frage entsteht so eine authentische Chronik über die Woche vom 9. bis 15. Mai 1956.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 19/1956
Erscheinungszeitraum: 09.05.1956 – 15.05.1956
Titelgeschichte: Industrie / Rosenthal-Porzellan – Die Bedarfsweckungstour
Titelperson: Philip Rosenthal
Titelzeile: „Tricks mit Tellern und Tassen“
Weitere Personen: Raymond Loewy, Tapio Wirkkala, Raymond Peynet, Margot Hielscher, Philipp Rosenthal senior, Konrad Adenauer
Sprache: Deutsch
Ausgabeart: Historische Originalausgabe
Zustand: altersentsprechend sehr gut
Diese originale SPIEGEL-Ausgabe von 1956 eignet sich besonders als Geschenk zum Geburtstag oder Jubiläum. Als Chronik über die Geburtswoche zeigt sie, welche politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen Deutschland und die Welt rund um das persönliche Datum bewegten.
Für Freunde von Design, Porzellan, Rosenthal und deutscher Wirtschaftsgeschichte besitzt die Ausgabe einen besonderen Reiz: Sie zeigt Philip Rosenthal und seine Vorstellungen von moderner Gestaltung und Werbung unmittelbar im Jahr 1956.
Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

Präsentation & Zertifikat

Jede Ausgabe wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert, versehen mit dem Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie einem originalen SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Das Echtheitszertifikat wird ausgestellt vom offiziellen Antiquariat des SPIEGEL-Verlags (Rudolf Augstein GmbH & Co. KG). Zusätzlich enthalten: Sticker „Originalausgabe“.
Aus dem Archiv des offiziellen SPIEGEL-Antiquariats – sorgfältig geprüft, dokumentiert und mit Echtheitszertifikat versehen.

FAQ

Ist es eine Originalausgabe?
Ja – eine historische SPIEGEL-Originalausgabe aus dem Jahr 1956. Es handelt sich nicht um einen Nachdruck oder eine Reproduktion.
Wer ist auf dem Titel von SPIEGEL 19/1956?
Auf dem Titel befindet sich der deutsche Unternehmer Philip Rosenthal, der die traditionsreiche Rosenthal-Porzellan AG nach dem Zweiten Weltkrieg mit neuen Design- und Marketingideen prägte.
Worum geht es in der Titelgeschichte?
Die Titelgeschichte beschreibt Rosenthals Strategie, mit modernem Design, Werbung, Warenpräsentation und Verkaufspsychologie neue Nachfrage nach hochwertigem Porzellan zu schaffen.
Welche Designer werden in der Ausgabe genannt?
Unter anderem Raymond Loewy, Tapio Wirkkala, Raymond Peynet und Bele Bachem. Der Artikel zeigt damit einen spannenden Ausschnitt aus der internationalen Designgeschichte der 1950er Jahre.
Was ist „Maria weiß“?
„Maria weiß“ ist eines der bekanntesten Rosenthal-Service. Es entstand bereits 1913 und wurde nach Maria Rosenthal benannt. Der Artikel stellt seine Bedeutung der neuen, modernen Rosenthal-Formensprache gegenüber.
Geht es in dieser Ausgabe auch um Weltraumfahrt?
Ja. Ein bemerkenswerter Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie katholische Theologen 1956 über Weltraumfahrt, außerirdisches Leben und eine mögliche Missionstätigkeit im All diskutierten.
Ist ein Echtheitszertifikat enthalten?
Ja – zu der historischen SPIEGEL-Originalausgabe erhalten Sie ein Echtheitszertifikat.
Ist die Ausgabe als Geburtstagsgeschenk geeignet?
Ja. Als historische Originalausgabe dokumentiert sie die Themen einer ganzen Woche und wird damit zu einer persönlichen Chronik über die Geburtswoche.
Handelt es sich um einen Nachdruck?
Nein – angeboten wird eine historische Originalausgabe in altersentsprechend sehr gutem Zustand.


Verschenken Sie einen einzigartigen Blick in die Vergangenheit

Sichern Sie sich Ihre persönliche SPIEGEL-Ausgabe, die an Ihrem Geburtstag oder in Ihrer Geburtswoche veröffentlicht wurde! Entdecken Sie, welche Themen Deutschland und die Welt in dieser Woche bewegt haben. Ob als Geburtstagsgeschenk oder zur Erweiterung Ihrer Sammlung – jede Ausgabe des SPIEGEL ist ein Stück lebendige Geschichte, das den besonderen Moment Ihrer Geburt dokumentiert.

Einzigartige Zeitdokumente – perfekt für Geburtstagsgeschenke

Jedes SPIEGEL-Cover ist ein Unikat und berichtet über die bedeutendsten Ereignisse seiner Zeit. DER SPIEGEL war und ist das wichtigste Nachrichtenmagazin Deutschlands. Mit einer Ausgabe aus Ihrer Geburtswoche erhalten Sie einen authentischen Einblick in die Schlagzeilen und Berichte, die die Welt damals prägte. Erleben Sie Geschichte hautnah und überraschen Sie Ihre Liebsten mit einem persönlichen Zeitdokument aus ihrer Geburtstagswoche. Unsere Ausgaben eignen sich hervorragend als persönliches Geschenk für Geburtstage oder Jubiläen. Was könnte spannender sein, als einem Freund oder Familienmitglied ein historisches Zeitdokument zu schenken, das exakt in seiner Geburtswoche erschien? Ein besonderes Geschenk, das bleibende Erinnerungen schafft!

Ihr SPIEGEL-Antiquariat – Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Umfassendes Archiv von 1947 bis 2002
  • Echte Zeitdokumente – keine Reproduktionen
  • Besonders gut erhaltene Ausgaben mit Echtheitszertifikat
  • Schnelle und zuverlässige Lieferung innerhalb von 2 bis 4 Werktagen
  • Hochwertige Verpackung, perfekt als Geschenk

Eine Investition in Erinnerung und Geschichte

Mit jeder SPIEGEL-Ausgabe, die Sie bei uns erwerben, halten Sie ein Stück Geschichte in den Händen. Unsere Originalausgaben erzählen die Geschichten von damals – eine Investition in die Zukunft der Erinnerung. Vertrauen Sie auf das SPIEGEL-Antiquariat und seine langjährige Erfahrung. 



Geburtstage:
9.5.1956
10.5.1956
11.5.1956
12.5.1956
13.5.1956
14.5.1956
15.5.1956
Zuletzt angesehen