DER SPIEGEL Nr. 41, 10.10.1956 bis 16.10.1956

Original Zeitung DER SPIEGEL vom 10.10.1956 bis 16.10.1956 - Fussenegger, Österreich & Anne Frank - mit Echtheitszertifikat
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DER SPIEGEL – Originalausgabe DER SPIEGEL 41/1956 vom 10.10.1956 bis 16.10.1956 – Erwin... mehr
DER SPIEGEL Nr. 41, Original historische Zeitung vom 10. Oktober 1956 bis 16. Oktober 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL 41/1956 vom 10.10.1956 bis 16.10.1956 – Erwin Fussenegger & Anne Frank

Titelgeschichte: Österreich / Wiederaufrüstung – Barras in den Bergen
Chronik über die Geburtswoche
Chronik über die Geburtswoche
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL
KEIN NACHDRUCK
MIT SPIEGEL-ECHTHEITSZERTIFIKAT
CHRONIK ÜBER DIE GEBURTSWOCHE
Diese historische SPIEGEL-Ausgabe führt unmittelbar in den Herbst des Jahres 1956. Österreich baut nach dem Ende der alliierten Besatzungszeit ein eigenes Bundesheer auf, der Kalte Krieg prägt Europa – und gleichzeitig beginnt das Tagebuch der Anne Frank die deutschen Theaterbühnen zu erobern. Zwei sehr unterschiedliche Themen machen diese Ausgabe zu einem außergewöhnlichen Zeitdokument.

Titelgeschichte: Die fröhliche Aufrüstung Österreichs

Die DER SPIEGEL Ausgabe 41/1956 widmet ihre Titelgeschichte unter der Überschrift „Österreich / Wiederaufrüstung: Barras in den Bergen“ dem Aufbau der neuen österreichischen Streitkräfte. Im Mittelpunkt steht Oberst Erwin Fussenegger, seit Juli 1956 Generaltruppeninspektor und damit einer der wichtigsten Männer beim Aufbau des neuen Bundesheeres.
Nur wenige Tage nach Erscheinen dieser Ausgabe sollten rund 12.000 österreichische Wehrpflichtige in die Kasernen einziehen. DER SPIEGEL beschreibt, wie sich die Wiederbewaffnung Österreichs deutlich anders vollzieht als in der jungen Bundesrepublik Deutschland. Während die westdeutsche Wiederbewaffnung von heftigen politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen begleitet wird, schildert das Magazin in Österreich eine beinahe volksfestartige Stimmung.
Dabei geht es nicht nur um Uniformen, Kasernen und Waffen. Die Titelgeschichte untersucht ausführlich, welche Lehren Österreich aus seiner eigenen Geschichte gezogen hat und wie verhindert werden soll, dass die Armee erneut zum Instrument innenpolitischer Auseinandersetzungen wird.

Erwin Fussenegger – Österreichs oberster Soldat

Im Zentrum des Artikels steht der 1908 geborene Erwin Fussenegger. Sein Lebensweg führt durch mehrere Epochen österreichischer und deutscher Militärgeschichte: von der Tradition der alten k. u. k. Armee über das österreichische Bundesheer der Zwischenkriegszeit bis zur deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.
Nach dem Krieg arbeitete Fussenegger zunächst außerhalb des Militärs. Erst 1956 holte ihn die österreichische Regierung wieder in den Staatsdienst. Als Generaltruppeninspektor sollte er nun entscheidend am Aufbau einer neuen Armee mitwirken, die sich ausdrücklich aus den parteipolitischen Konflikten der Vergangenheit heraushalten sollte.
DER SPIEGEL zeichnet dabei nicht einfach ein militärisches Porträt. Der Artikel verbindet Fusseneggers Biografie mit der Frage, welche Rolle Streitkräfte in einer demokratischen Gesellschaft spielen sollen und wie sich Österreichs Neutralität militärisch absichern lässt.

Österreich zwischen Neutralität und Landesverteidigung

Nur ein Jahr zuvor hatte Österreich mit dem Staatsvertrag von 1955 seine volle staatliche Souveränität zurückerhalten. Die letzten amerikanischen, sowjetischen, britischen und französischen Besatzungstruppen hatten das Land verlassen. Damit stellte sich unmittelbar die Frage nach einer eigenen Landesverteidigung.
DER SPIEGEL beschreibt ausführlich, wie die österreichische Regierung unter Bundeskanzler Julius Raab versucht, ein Bundesheer aufzubauen, das mit der dauerhaften Neutralität des Landes vereinbar ist. Gerade die Alpenlage Österreichs wird dabei als wichtiger strategischer Faktor betrachtet.
Der Artikel vergleicht die Situation Österreichs immer wieder mit der Bundesrepublik Deutschland. Während Westdeutschland fest in die NATO eingebunden ist, versucht Österreich 1956 einen eigenständigen Weg zwischen den Machtblöcken des Kalten Krieges.

Anne Frank – „Im Hinterhaus“

Ein aus heutiger Sicht besonders bedeutender Beitrag dieser Ausgabe trägt die Überschrift „Frank-Tagebuch: Im Hinterhaus“. DER SPIEGEL berichtet darüber, wie das „Tagebuch der Anne Frank“ im Herbst 1956 die deutschen Theaterbühnen erreicht.
Seit den ersten Oktobertagen wurde die Bühnenfassung bereits an mehreren Theatern in Deutschland aufgeführt. Mehr als fünfzehn Bühnen in Ost- und Westdeutschland hatten das Stück in ihren Spielplan aufgenommen. Damit dokumentiert diese Originalausgabe einen sehr frühen Moment in der deutschen Wirkungsgeschichte des Tagebuchs.
DER SPIEGEL erzählt zugleich die Geschichte hinter dem Buch: die Familie Frank, ihr Versteck im Hinterhaus an der Amsterdamer Prinsengracht, die Verhaftung im August 1944 und die Rettung des Tagebuchs. Von den acht Menschen, die dort untergetaucht waren, überlebte nur Otto Frank die nationalsozialistischen Konzentrationslager.

Das Tagebuch wird zu einem internationalen Dokument

1956 war Anne Franks Tagebuch bereits in zahlreichen Ländern erschienen und in viele Sprachen übersetzt worden. Die Gesamtauflage näherte sich nach dem damaligen Bericht der Millionengrenze. In Deutschland war das Buch zunächst im Verlag Lambert Schneider erschienen und wurde später in die Taschenbuchreihe des Fischer-Verlags aufgenommen.
Besondere Aufmerksamkeit widmet DER SPIEGEL der Theaterfassung der amerikanischen Autoren Frances Goodrich und Albert Hackett. Am Broadway hatte das Stück zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 500 Vorstellungen erlebt. Die junge Susan Strasberg spielte Anne Frank, ihre Mutter wurde von der österreichischen Schauspielerin Gusti Huber dargestellt.
Auch in Deutschland war die Bühnenfassung bereits angekommen. In West-Berlin spielte Johanna von Koczian Anne Frank im Schloßpark-Theater. DER SPIEGEL dokumentiert damit unmittelbar, wie Anne Franks Geschichte nur elf Jahre nach Kriegsende zu einem zentralen Gegenstand der Erinnerungskultur wurde.

Weitere Themen dieser SPIEGEL-Ausgabe

Bundesrepublik & NATO

In Bonn beschäftigen sich mehrere Beiträge mit der deutschen Außen- und Verteidigungspolitik. Themen sind unter anderem das Auswärtige Amt, die NATO-Mitgliedschaft, die politische Lage Bundeskanzler Adenauers und die Einführung der Wehrpflicht.

Bundeswehr und Wiederbewaffnung

Unter Überschriften wie „Wehrpflicht: Rat in den Wind“, „Waffen: Die Panzerknacker“ und „Soldaten-Wohnungen: Wie für Regierungsräte“ begleitet DER SPIEGEL auch den Aufbau der jungen Bundeswehr.

Suezkrise & internationale Politik

International bleibt die Suezkrise eines der beherrschenden Themen. Hinzu kommen Berichte über die Sowjetunion, Polen und die internationalen Machtverschiebungen des Kalten Krieges. Der Beitrag „Großmächte: Die Aufsässigen“ zeigt, wie stark die internationale Ordnung des Jahres 1956 in Bewegung geraten war.

Luftfahrt & Technik

Auch der technische Wandel der 1950er Jahre ist präsent. Unter der Überschrift „Düsenflugverkehr: Krach um Startbahnen, Wahn und Wirklichkeit“ beschäftigt sich DER SPIEGEL mit der beginnenden Ära des kommerziellen Düsenflugverkehrs.

Film, Literatur & Kultur

Im Kulturteil begegnen dem Leser unter anderem Anne Frank, die britische Schauspielerin Diana Dors sowie Bücher von Wolfgang Ott, Walt Disney, Gert Ledig, David J. Dallin und Thilo Koch. Gerade diese Mischung aus Politik, Kultur und Alltag macht den historischen Charakter des Magazins heute besonders anschaulich.

Zeitgeist der Woche

Die Woche vom 10. bis 16. Oktober 1956 liegt in einer außergewöhnlich spannenden Phase der europäischen Nachkriegsgeschichte. Nur elf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs entstehen in Deutschland und Österreich neue Streitkräfte. Gleichzeitig sucht Österreich nach dem Abzug der Besatzungsmächte seine Rolle als neutraler Staat zwischen Ost und West.
Währenddessen verändert sich auch der gesellschaftliche Umgang mit der Vergangenheit. Die Aufführungen des „Tagebuchs der Anne Frank“ bringen die Geschichte der nationalsozialistischen Judenverfolgung auf deutsche Bühnen und vor ein großes Publikum.
Gerade diese Verbindung macht die Ausgabe heute besonders eindrucksvoll: Sie dokumentiert gleichzeitig den politischen Neubeginn Europas und die beginnende öffentliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der unmittelbar zurückliegenden Vergangenheit.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 41/1956
Erscheinungszeitraum: 10.10.1956 – 16.10.1956
Titelgeschichte: Österreich / Wiederaufrüstung – Barras in den Bergen
Titelperson: Erwin Fussenegger
Weiteres Schwerpunktthema: Anne Frank – „Im Hinterhaus“
Sprache: Deutsch
Ausgabeart: Historische Originalausgabe
Zustand: altersentsprechend sehr gut
Diese originale SPIEGEL-Ausgabe von 1956 eignet sich besonders als Geschenk zum Geburtstag oder Jubiläum. Als Chronik über die Geburtswoche zeigt sie, welche politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen Deutschland und die Welt rund um das persönliche Datum bewegten.
Für zeitgeschichtlich Interessierte besitzt diese Ausgabe einen zusätzlichen besonderen Reiz: Neben der ausführlichen Titelgeschichte über Österreichs neues Bundesheer enthält sie einen frühen zeitgenössischen Bericht über Anne Frank, ihr Tagebuch und dessen Weg auf die deutschen Theaterbühnen.
Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

Präsentation & Zertifikat

Jede Ausgabe wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert, versehen mit dem Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie einem originalen SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Das Echtheitszertifikat wird ausgestellt vom offiziellen Antiquariat des SPIEGEL-Verlags (Rudolf Augstein GmbH & Co. KG). Zusätzlich enthalten: Sticker „Originalausgabe“.
Aus dem Archiv des offiziellen SPIEGEL-Antiquariats – sorgfältig geprüft, dokumentiert und mit Echtheitszertifikat versehen.

FAQ

Ist es eine Originalausgabe?
Ja – eine historische SPIEGEL-Originalausgabe aus dem Jahr 1956. Es handelt sich nicht um einen Nachdruck oder eine Reproduktion.
Was ist das Hauptthema von SPIEGEL 41/1956?
Die Titelgeschichte beschäftigt sich mit dem Aufbau des österreichischen Bundesheeres nach dem Staatsvertrag von 1955. Im Mittelpunkt steht Generaltruppeninspektor Erwin Fussenegger.
Enthält diese Ausgabe einen Artikel über Anne Frank?
Ja. Der umfangreiche Beitrag „Im Hinterhaus“ berichtet über Anne Frank, die Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte ihres Tagebuchs sowie die erfolgreichen Theateraufführungen in Deutschland und am Broadway.
Warum ist der Anne-Frank-Beitrag heute besonders interessant?
Der Artikel stammt aus dem Jahr 1956 und zeigt damit unmittelbar, wie Anne Franks Tagebuch bereits wenige Jahre nach seiner Veröffentlichung international bekannt wurde und seinen Weg auf die deutschen Theaterbühnen fand.
Welche weiteren historischen Themen enthält die Ausgabe?
Weitere Schwerpunkte sind die deutsche Wehrpflicht, der Aufbau der Bundeswehr, die NATO, die Suezkrise, Polen und die Sowjetunion sowie der beginnende Düsenflugverkehr.
Ist ein Echtheitszertifikat enthalten?
Ja – zu der historischen SPIEGEL-Originalausgabe erhalten Sie ein Echtheitszertifikat.
Ist die Ausgabe als Geburtstagsgeschenk geeignet?
Ja. Als historische Originalausgabe dokumentiert sie die Ereignisse und Themen einer ganzen Woche und wird dadurch zu einer persönlichen Chronik rund um das Geburtsdatum.
Handelt es sich um einen Nachdruck?
Nein – angeboten wird eine historische Originalausgabe in altersentsprechend sehr gutem Zustand.


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