DER SPIEGEL Nr. 31, 1.8.1956 bis 7.8.1956

Original Zeitung DER SPIEGEL 31/1956 vom 1.8.1956 bis 7.8.1956 – Prinz Edward & Suezkrise
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DER SPIEGEL Nr. 31, Original historische Zeitung vom 01. August 1956 bis 07. August 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL 31/1956 vom 1.8.1956 bis 7.8.1956 – Prinz Edward, Nasser und der Suezkanal

Titelgeschichte: Der halbstarke Prinz – Prinz Edward, Herzog von Kent
Chronik über die Geburtswoche
Chronik über die Geburtswoche
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL
KEIN NACHDRUCK
MIT SPIEGEL-ECHTHEITSZERTIFIKAT
CHRONIK ÜBER DIE GEBURTSWOCHE
Diese historische SPIEGEL-Ausgabe verbindet britische Gesellschaftsgeschichte mit einem Ereignis von weltpolitischer Tragweite. Auf dem Titel steht der 20-jährige Prinz Edward, Herzog von Kent, dessen unkonventionelles Auftreten die britische Öffentlichkeit beschäftigte. Im selben Heft berichtet DER SPIEGEL bereits über Gamal Abdel Nasser, den Assuan-Staudamm und die gerade erfolgte Verstaatlichung der Suezkanal-Gesellschaft – den entscheidenden Schritt in die Suezkrise von 1956.

Titelgeschichte: Der halbstarke Prinz

Die Titelgeschichte „Der halbstarke Prinz“ porträtiert Prinz Edward, Herzog von Kent. Der damals 20-jährige Cousin von Königin Elisabeth II. sorgte im traditionsbewussten Großbritannien mit seinem Lebensstil immer wieder für Gesprächsstoff.
Ausgangspunkt des SPIEGEL-Porträts ist ein für heutige Verhältnisse erstaunlich harmloser gesellschaftlicher Regelbruch: Bei einer Londoner Society-Hochzeit erschien Edward zwar vorschriftsmäßig im Cut, kombinierte ihn jedoch nicht mit der traditionellen gestreiften, sondern mit einer karierten Hose.
Was heute kaum Aufmerksamkeit erregen würde, entwickelte sich im England der 1950er Jahre zu einem gesellschaftlichen Gesprächsthema. DER SPIEGEL nutzt die Episode für ein umfangreiches Porträt über britische Traditionen, Adel, Jugend und die engen Grenzen höfischer Konventionen.

Prinz Edward zwischen Königshaus und Jugendkultur

Edward George Nicholas Paul Patrick war bereits seit dem Tod seines Vaters 1942 Herzog von Kent. Seine Mutter Marina stammte aus dem griechischen Königshaus und galt am britischen Hof selbst als vergleichsweise unkonventionelle Erscheinung.
DER SPIEGEL berichtet ausführlich über Edwards Jugendjahre in der Schweiz, sein Interesse an Jazz und Wintersport, gesellschaftliche Eskapaden und die intensive Aufmerksamkeit der britischen Boulevardpresse.
Damit ist der Artikel zugleich ein faszinierendes Zeitbild der europäischen Aristokratie der Nachkriegszeit: Das Königshaus musste Tradition verkörpern, während eine jüngere Generation zunehmend nach persönlicher Freiheit suchte.

Die Londoner „Season“ 1956

Ein großer Teil der Titelgeschichte führt in die Welt der britischen Society der 1950er Jahre. DER SPIEGEL beschreibt die traditionelle Londoner „Season“ mit Bällen, Cocktail-Partys, Theaterbesuchen und der Vorstellung junger Debütantinnen bei der Königin.
Die Saison 1956 wird als besonders ausgelassen geschildert. In Mayfair wurde auf Dächern gefeiert, Vergnügungsfahrten auf der Themse sorgten für Schlagzeilen und die Jugend der britischen Oberklasse testete die Grenzen gesellschaftlicher Konventionen aus.
Interessant ist dabei auch der Blick auf die Kosten dieser Gesellschaftswelt: DER SPIEGEL bezifferte den Aufwand für die Einführung einer Debütantin damals auf 20.000 bis 30.000 Mark – teilweise sogar noch mehr.

„Blick zurück im Zorn“ – die neue Nachkriegsjugend

Mitten in das Porträt des jungen Herzogs fügt DER SPIEGEL ein bemerkenswertes Stück Kulturgeschichte ein. Das Londoner Royal Court Theatre feierte 1956 einen großen Erfolg mit John Osbornes „Blick zurück im Zorn“.
Das Theaterstück wurde zum Ausdruck einer desillusionierten britischen Nachkriegsgeneration. DER SPIEGEL stellt damit den privilegierten jungen Herzog einer Generation gegenüber, die gesellschaftliche Traditionen und bestehende Hierarchien zunehmend hinterfragte.

Historischer Brennpunkt: Nasser verstaatlicht den Suezkanal

Neben der Titelgeschichte enthält DER SPIEGEL 31/1956 einen weltpolitisch besonders bedeutenden Bericht. Unter der Überschrift „Mossadegh am Nil“ berichtet das Magazin über Ägyptens Staatspräsidenten Gamal Abdel Nasser, den geplanten Assuan-Staudamm und die gerade erfolgte Verstaatlichung der Suezkanal-Gesellschaft.
Nasser hatte die Verstaatlichung erst am 26. Juli 1956 verkündet. Die vorliegende SPIEGEL-Ausgabe erschien somit unmittelbar nach diesem historischen Schritt und dokumentiert den Beginn der Suezkrise 1956 aus zeitgenössischer Perspektive.
Gerade das macht diesen Beitrag heute besonders spannend: Die späteren Ereignisse – die diplomatische Eskalation und schließlich der militärische Konflikt – lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch in der Zukunft.

Der Assuan-Staudamm – „die Pyramide Nassers“

DER SPIEGEL erklärt ausführlich, warum der geplante Assuan-Staudamm für Ägypten von enormer Bedeutung war. Das Land zählte damals rund 23 Millionen Einwohner und seine Bevölkerung wuchs schnell. Der Nil sollte deshalb stärker für Bewässerung und Energiegewinnung genutzt werden.
Geplant war eine fünf bis sechs Kilometer lange Staumauer südlich von Assuan. Ein rund 600 Kilometer langer Stausee sollte entstehen, die landwirtschaftliche Anbaufläche um etwa 30 Prozent wachsen und 16 Turbinen sollten jährlich rund zehn Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen.
Das gewaltige Projekt wurde auf mindestens 1,3 Milliarden Dollar veranschlagt. In Ägypten erhielt es einen ebenso eindrucksvollen wie politischen Beinamen: „die Pyramide Nassers“.

USA und Großbritannien ziehen ihre Finanzierung zurück

Der Assuan-Staudamm war längst mehr als ein wirtschaftliches Großprojekt. Seine Finanzierung war Teil des Machtkampfes zwischen Ost und West.
USA, Großbritannien und die Weltbank hatten zunächst finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. Doch im Juli 1956 zogen die Vereinigten Staaten ihr Angebot zurück. Kurz darauf folgten Großbritannien und die Weltbank.
DER SPIEGEL beschreibt, wie Nasser dadurch politisch unter Druck geriet. Gleichzeitig blieb auch die erwartete umfassende sowjetische Finanzierung zunächst aus. Der ägyptische Präsident entschloss sich daraufhin zu einem Schritt, der die internationale Politik verändern sollte.

Vom Assuan-Staudamm zur Suezkrise

Am 26. Juli 1956 verstaatlichte Nasser die Suezkanal-Gesellschaft, deren Aktien sich überwiegend in britischem und französischem Besitz befanden. Die Einnahmen des Kanals sollten helfen, Ägyptens wirtschaftliche Zukunftspläne zu finanzieren.
DER SPIEGEL zieht in seinem zeitgenössischen Bericht einen Vergleich mit dem früheren iranischen Ministerpräsidenten Mohammed Mossadegh, der 1951 die britisch kontrollierte Ölindustrie im Iran verstaatlicht hatte. Daher trägt der Artikel die Überschrift „Mossadegh am Nil“.
Damit hält dieses Heft einen historischen Augenblick fest: Aus dem Streit um die Finanzierung eines Staudamms entstand gerade jene Krise um den Suezkanal, die wenige Monate später die Weltpolitik erschüttern sollte.

Bundesrepublik: Abrüstung, Bundeswehr und Adenauer

Auch die innenpolitischen Themen zeigen die Bundesrepublik in einer entscheidenden Phase ihrer Nachkriegsgeschichte. DER SPIEGEL berichtet über Bundeskanzler Konrad Adenauer, Abrüstung, das Bundespresseamt und die noch junge Bundeswehr.
Beiträge über Zerstörer und Soldaten-Gewerkschaften verdeutlichen, wie intensiv über Aufbau, Organisation und gesellschaftliche Rolle der neuen westdeutschen Streitkräfte diskutiert wurde.

Thomas Mann und Erika Mann

Auch Literaturfreunde finden in dieser Ausgabe ein interessantes Stück Kulturgeschichte. Unter der Überschrift „Thomas Mann: Protokollchef Erika“ beschäftigt sich DER SPIEGEL mit Erika Mann und dem literarischen Nachlass ihres 1955 verstorbenen Vaters Thomas Mann.

Weitere Themen dieser SPIEGEL-Ausgabe

Re-Stalinisierung: Unter „Das Rad der Geschichte“ untersucht DER SPIEGEL Entwicklungen im internationalen Kommunismus.
Kunsthandel: Ein Beitrag beschäftigt sich mit der Rückführung und dem Ankauf von Kunstwerken in den USA.
Clare Boothe Luce: Die amerikanische Diplomatin und Politikerin ist Gegenstand des Beitrags „Gespenst im Schlafzimmer“.
Medien in Amerika: DER SPIEGEL blickt unter der Überschrift „Das Tränenspektakel“ auf die amerikanische Medienwelt.
Justiz: Der Beitrag „Kinder-Straftaten: Es gibt kein Gesetz“ behandelt den Umgang mit Straftaten von Kindern.

Zeitgeist der Woche

Die Woche vom 1. bis 7. August 1956 zeigt zwei sehr unterschiedliche Welten. In Großbritannien diskutiert die Öffentlichkeit über einen jungen Herzog, seine Kleidung, seine Freiheiten und die strengen Regeln der Society. Gleichzeitig beginnt am Suezkanal eine internationale Krise, die das Verhältnis zwischen Ägypten, Großbritannien, Frankreich, den USA und der Sowjetunion grundlegend verändern wird.
Auch in der Bundesrepublik ist vieles im Umbruch: Die junge Bundeswehr entsteht, Abrüstung und Wiederbewaffnung werden diskutiert und die politische Ordnung der Nachkriegszeit festigt sich.
Genau diese Gleichzeitigkeit macht historische Wochenmagazine heute so interessant. Große Weltgeschichte steht unmittelbar neben Mode, Gesellschaft, Literatur und Alltag. So vermittelt das Original nicht nur einzelne Nachrichten, sondern ein breites Bild davon, was die Menschen in dieser Woche des Jahres 1956 beschäftigte.
Damit ist DER SPIEGEL 31/1956 eine außergewöhnliche Chronik über die Geburtswoche.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 31/1956
Erscheinungszeitraum: 1.8.1956 – 7.8.1956
Titelgeschichte: Der halbstarke Prinz
Titelperson: Prinz Edward, Herzog von Kent
Weitere Themen: Nasser, Assuan-Staudamm, Suezkanal, Bundeswehr, Abrüstung, Thomas Mann, britische Gesellschaft
Sprache: Deutsch
Ausgabeart: Historische Originalausgabe
Zustand: altersentsprechend sehr gut
Diese originale SPIEGEL-Ausgabe von 1956 eignet sich besonders als persönliches Geschenk zum Geburtstag oder Jubiläum. Sie dokumentiert nicht nur ein einzelnes Ereignis, sondern Politik, Gesellschaft und Kultur der gesamten Geburtswoche.
Mit der Berichterstattung über die gerade erfolgte Verstaatlichung des Suezkanals enthält das Heft zudem ein außergewöhnliches zeitgeschichtliches Dokument vom unmittelbaren Beginn der Suezkrise.
Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

Präsentation & Zertifikat

Jede Ausgabe wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert, versehen mit dem Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie einem originalen SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Das Echtheitszertifikat wird ausgestellt vom offiziellen Antiquariat des SPIEGEL-Verlags (Rudolf Augstein GmbH & Co. KG). Zusätzlich enthalten: Sticker „Originalausgabe“.
Aus dem Archiv des offiziellen SPIEGEL-Antiquariats – sorgfältig geprüft, dokumentiert und mit Echtheitszertifikat versehen.

FAQ

Ist es eine Originalausgabe?
Ja – eine historische SPIEGEL-Originalausgabe aus dem Jahr 1956. Es handelt sich nicht um einen Nachdruck oder eine Reproduktion.
Wer ist auf dem Titel von SPIEGEL 31/1956?
Auf dem Titel ist Prinz Edward, Herzog von Kent, zu sehen.
Was ist das Besondere an der Suez-Berichterstattung?
Die Ausgabe erschien unmittelbar nach Nassers Verstaatlichung der Suezkanal-Gesellschaft am 26. Juli 1956. Der SPIEGEL-Bericht dokumentiert damit den Beginn der Suezkrise aus zeitgenössischer Perspektive.
Was hat der Assuan-Staudamm mit dem Suezkanal zu tun?
Nachdem die westliche Finanzierung des Assuan-Staudamms zurückgezogen worden war, verstaatlichte Nasser die Suezkanal-Gesellschaft. Die Einnahmen des Kanals sollten Ägyptens wirtschaftliche Entwicklung und insbesondere das Staudammprojekt unterstützen.
Welche weiteren Themen enthält die Ausgabe?
Unter anderem Bundeswehr und Abrüstung, Thomas Mann und Erika Mann, Re-Stalinisierung, Kunsthandel, Clare Boothe Luce sowie britische Gesellschaft und Jugendkultur.
Ist die Ausgabe als Geburtstagsgeschenk geeignet?
Ja. Das Original dokumentiert die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Ereignisse der Geburtswoche vom 1. bis 7. August 1956.
Handelt es sich um einen Nachdruck?
Nein – angeboten wird eine historische Originalausgabe in altersentsprechend sehr gutem Zustand.


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