DER SPIEGEL Nr. 29, 18.7.1956 bis 24.7.1956

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DER SPIEGEL – Originalausgabe DER SPIEGEL 29/1956 vom 18.7.1956 bis 24.7.1956 – Touropa... mehr
DER SPIEGEL Nr. 29, Original historische Zeitung vom 18. Juli 1956 bis 24. Juli 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL 29/1956 vom 18.7.1956 bis 24.7.1956 – Touropa & Carl Degener

Titelgeschichte: Touristik / Touropa-Reisen – Der Urlaubs-Trust
Chronik über die Geburtswoche
Chronik über die Geburtswoche
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL
KEIN NACHDRUCK
MIT SPIEGEL-ECHTHEITSZERTIFIKAT
CHRONIK ÜBER DIE GEBURTSWOCHE
Diese historische SPIEGEL-Ausgabe zeigt auf besonders anschauliche Weise, wie sich das Leben in der Bundesrepublik Mitte der 1950er-Jahre veränderte. Im Mittelpunkt steht mit Touropa-Geschäftsführer Carl Degener einer der Pioniere des deutschen Massentourismus. Urlaub wurde in den Jahren des Wirtschaftswunders zunehmend auch für Arbeiter und Angestellte erschwinglich – und organisierte Gesellschaftsreisen entwickelten sich zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig.

Titelgeschichte: Touropa – Der Urlaubs-Trust

Die DER SPIEGEL Ausgabe 29/1956 widmet ihre Titelgeschichte unter der Überschrift „Touristik / Touropa-Reisen: Der Urlaubs-Trust“ dem Reiseunternehmer Carl Degener und dem rasanten Aufstieg organisierter Urlaubsreisen in der Bundesrepublik.
Der Artikel beginnt im oberbayerischen Ruhpolding. Wenn dort der blaue Fernexpress eintrifft, spielt die Trachtenkapelle am Bahnhof, während mehrere hundert Ferienreisende aussteigen. Ruhpolding ist 1956 zu einem regelrechten Umschlagplatz des Gesellschaftstourismus geworden.
Touropa-Geschäftsführer Carl Degener rechnet für das Jahr 1956 bereits mit mindestens 330.000 Touropa-Reisenden. Damit zeigt der SPIEGEL eindrucksvoll, wie schnell sich das Reisen in den Jahren des Wirtschaftswunders von einem Privileg wohlhabender Bevölkerungsschichten zu einem Freizeitvergnügen für breite Teile der Gesellschaft entwickelte.

Als die Deutschen wieder zu reisen begannen

Bereits 1949 hatte Carl Degener vorausgesagt, dass die Deutschen wieder in großem Umfang reisen würden, sobald sich ihre wirtschaftliche Lage verbessert habe. Die Entwicklung gab ihm recht: Schon 1954 beförderten westdeutsche Reiseunternehmen mehr als 800.000 Urlauber, 1955 waren nach Darstellung des SPIEGEL bereits mehr als eine Million Gesellschaftsreisende unterwegs.
Die neue Reisefreude ist ein charakteristisches Zeichen des Wirtschaftswunders. Steigende Einkommen und wachsender Wohlstand ermöglichten immer mehr Menschen erstmals eine organisierte Urlaubsreise. Der SPIEGEL beschreibt dabei auch einen Wandel der Urlaubskultur: Viele Reisende wollten nicht nur Erholung, sondern Unterhaltung, Geselligkeit und möglichst viele Erlebnisse innerhalb weniger Ferientage.

Sonderzüge, Pauschalreisen und eine eigene Urlaubswährung

Touropa organisiert 1956 Reisen zu rund 220 Urlaubszielen. Das Angebot reicht von preiswerten Ferien in Oberbayern über Italien- und Griechenlandreisen bis hin zu Kreuzfahrten und Reisen nach Ägypten.
Ein besonderes Erfolgsmodell sind die Touropa-Sonderzüge. Eigene komfortable Liegewagen bringen Tausende Feriengäste direkt in die Urlaubsregionen. Die enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbahn wird zu einem wichtigen Bestandteil des Geschäftsmodells.
Bemerkenswert ist auch das Gutscheinsystem des Unternehmens. Touropa-Reisende erhalten Wertgutscheine für Essen und andere Leistungen, die in zahlreichen Gaststätten und Geschäften der Ferienorte eingelöst werden können. Der SPIEGEL bezeichnet dieses System anschaulich als eine Art „Urlaubswährung“.

Von „Kraft durch Freude“ zum Tourismus der Wirtschaftswunderzeit

Die Titelgeschichte blickt auch auf die Entwicklung organisierter Volksreisen vor dem Krieg zurück. Der SPIEGEL beschreibt die Reisen der nationalsozialistischen Organisation „Kraft durch Freude“ und zeigt, wie sich nach 1945 ein privatwirtschaftlich organisierter Tourismus entwickelte.
Carl Degener hatte bereits vor dem Krieg preiswerte Gesellschaftsreisen organisiert und baute nach 1945 ein neues Reiseunternehmen auf. Aus der Zusammenarbeit mit Reisebüros, Bundesbahn und anderen Partnern entstand schließlich Touropa.
Für heutige Leser ist dieser Artikel deshalb weit mehr als eine Unternehmensgeschichte. Er dokumentiert einen gesellschaftlichen Umbruch: Urlaub, Reisen und Freizeit wurden zu einem festen Bestandteil des Lebens breiter Bevölkerungsschichten.

Der heiße Regen – Angst vor radioaktivem Niederschlag

Ein besonders eindrucksvolles Zeitdokument dieser Ausgabe ist der Beitrag „Atom-Niederschläge: Der heiße Regen“. DER SPIEGEL berichtet über die wachsende Sorge vor radioaktiven Niederschlägen nach amerikanischen Atom- und Wasserstoffbombentests.
Wissenschaftler untersuchen bereits Mitte der 1950er-Jahre die Radioaktivität der Luft und des Regenwassers über Deutschland. Genannt werden unter anderem Untersuchungen in Heidelberg und Freiburg. Der Artikel beschreibt, wie radioaktive Partikel mit Luftströmungen über große Entfernungen transportiert und durch Regen ausgewaschen werden können.
Damit vermittelt der Beitrag unmittelbar die Atmosphäre des beginnenden Atomzeitalters: wissenschaftlicher Fortschritt, militärisches Wettrüsten und die Sorge vor bislang unbekannten Gefahren liegen eng nebeneinander.

Bundeswehr und Wehrpflicht: Was denken die Deutschen?

Unter der Überschrift „Wozu dient eine Bundeswehr?“ veröffentlicht DER SPIEGEL die Ergebnisse einer vom Magazin beim Institut für Demoskopie Allensbach in Auftrag gegebenen Umfrage.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Bevölkerung über die neu entstehende Bundeswehr und die allgemeine Wehrpflicht denkt. Besonders interessant ist der deutliche Unterschied zwischen den Generationen: Jüngere Männer, die selbst von einer Einberufung betroffen sein konnten, standen dem Aufbau der Armee wesentlich skeptischer gegenüber als viele ältere Befragte.
Diskutiert werden außerdem die Alternative zwischen Berufsheer und Wehrpflichtarmee, die Dauer des Wehrdienstes, die vermeintliche erzieherische Funktion des Militärs sowie das Recht auf Kriegsdienstverweigerung. Die Umfrage ist heute ein bemerkenswertes zeitgenössisches Dokument zur Stimmung in der jungen Bundesrepublik.

Weitere Themen dieser SPIEGEL-Ausgabe

Bonn & deutsche Politik

Die Ausgabe berichtet unter anderem über die sowjetische Botschaft, Wiedergutmachung, Kriegsdienstverweigerung und die Währungspolitik der Bundesrepublik.

SPD & Innenpolitik

Mit „SPD-Parteitag: Glatt wie ein Kirchentag“ nimmt DER SPIEGEL die innenpolitische Entwicklung der Sozialdemokratie in den Blick. Auch Fragen der Schulpolitik und der Kulturhoheit spielen in dieser Ausgabe eine Rolle.

Internationales & Kalter Krieg

Beiträge zur Deutschland-Frage, zu Chruschtschew, zur Sowjetunion und zu Euratom spiegeln die politischen Spannungen des Kalten Krieges wider.

Sport

Auch die Tour de France ist Thema dieser Ausgabe. Der Beitrag „Kein Geld, keine Landsknechte“ beschäftigt sich mit dem professionellen Radsport der 1950er-Jahre.

Film, Literatur & Kultur

DER SPIEGEL berichtet unter anderem über Filme wie „Herbststürme“, „Der erste Frühlingstag“, „Rattennest“ und „Kein Platz für wilde Tiere“. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit Gottfried Benn, den Windsor-Memoiren und dem Thema Todesstrafe.

Zeitgeist der Woche

Diese historische SPIEGEL-Ausgabe von 1956 verbindet zwei Seiten der jungen Bundesrepublik besonders anschaulich. Auf der einen Seite stehen Wirtschaftswunder, steigender Wohlstand und die neue Lust am Reisen. Auf der anderen Seite bestimmen Wiederbewaffnung, deutsche Teilung, Kalter Krieg und die Angst vor radioaktiven Folgen der Atomtests die politische Diskussion.
Gerade diese Mischung macht die Ausgabe zu einer authentischen Chronik über die Woche vom 18. bis 24. Juli 1956. Sie zeigt nicht im Rückblick, wie wir die 1950er-Jahre heute beurteilen, sondern dokumentiert, was die Menschen damals tatsächlich beschäftigte.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 29/1956
Erscheinungszeitraum: 18.7.1956 – 24.7.1956
Titelgeschichte: Touristik / Touropa-Reisen – Der Urlaubs-Trust
Titelperson: Carl Degener
Sprache: Deutsch
Ausgabeart: Historische Originalausgabe
Zustand: altersentsprechend sehr gut
Diese originale SPIEGEL-Ausgabe von 1956 eignet sich besonders als Geschenk zum Geburtstag oder Jubiläum. Als Chronik über die Geburtswoche zeigt sie, welche politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen Deutschland und die Welt rund um das persönliche Datum bewegten.
Besonders interessant ist diese Ausgabe für Menschen, die sich für die Wirtschaftswunderjahre, die Geschichte des Reisens, die Bundeswehr oder die Anfänge des Atomzeitalters interessieren.
Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

Präsentation & Zertifikat

Jede Ausgabe wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert, versehen mit dem Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie einem originalen SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Das Echtheitszertifikat wird ausgestellt vom offiziellen Antiquariat des SPIEGEL-Verlags (Rudolf Augstein GmbH & Co. KG). Zusätzlich enthalten: Sticker „Originalausgabe“.
Aus dem Archiv des offiziellen SPIEGEL-Antiquariats – sorgfältig geprüft, dokumentiert und mit Echtheitszertifikat versehen.

FAQ

Ist es eine Originalausgabe?
Ja – eine historische SPIEGEL-Originalausgabe aus dem Jahr 1956. Es handelt sich nicht um einen Nachdruck oder eine Reproduktion.
Was ist die Titelgeschichte von SPIEGEL 29/1956?
Die Titelgeschichte „Der Urlaubs-Trust“ beschäftigt sich mit Touropa, Geschäftsführer Carl Degener und dem Aufstieg der organisierten Gesellschaftsreise in der Bundesrepublik.
Warum ist die Ausgabe für die Geschichte des Wirtschaftswunders interessant?
Der Artikel über Touropa zeigt besonders anschaulich, wie steigender Wohlstand das Freizeitverhalten der Deutschen veränderte und Urlaubsreisen für immer breitere Bevölkerungsschichten erschwinglich wurden.
Was berichtet DER SPIEGEL über radioaktive Niederschläge?
Der Beitrag „Der heiße Regen“ beschreibt zeitgenössische Messungen radioaktiver Stoffe in Luft und Niederschlägen sowie die damalige Diskussion über mögliche Folgen der Atomwaffentests.
Enthält die Ausgabe Informationen über die Bundeswehr?
Ja. Eine umfangreiche Meinungsumfrage untersucht, wie die westdeutsche Bevölkerung 1956 über Bundeswehr, Wehrpflicht, Berufsheer und Kriegsdienstverweigerung dachte.
Ist ein Echtheitszertifikat enthalten?
Ja – zu der historischen SPIEGEL-Originalausgabe erhalten Sie ein Echtheitszertifikat.
Ist diese Ausgabe als Geburtstagsgeschenk geeignet?
Ja. Als historische Originalausgabe dokumentiert sie die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen der Woche vom 18. bis 24. Juli 1956 und ist damit ein persönliches Zeitdokument zur Geburtswoche.
Handelt es sich um einen Nachdruck?
Nein – angeboten wird eine historische Originalausgabe in altersentsprechend sehr gutem Zustand.


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