DER SPIEGEL Nr. 11, 14.3.1956 bis 20.3.1956

DER SPIEGEL Zeitung 1956 vom 14.03.1956 bis 20.03.1956 – Aufstand gegen den Aufstand
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DER SPIEGEL – Originalausgabe DER SPIEGEL Zeitung 11/1956 vom 14.3. bis 20.3.1956 –... mehr
DER SPIEGEL Nr. 11, Original historische Zeitung vom 14. März 1956 bis 20. März 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL Zeitung 11/1956 vom 14.3. bis 20.3.1956 – August-Martin Euler

Titelgeschichte: Parteien / Euler – Der Aufstand der Kohuten
Chronik über die Geburtswoche
Chronik über die Geburtswoche
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL
KEIN NACHDRUCK
MIT SPIEGEL-ECHTHEITSZERTIFIKAT
CHRONIK ÜBER DIE GEBURTSWOCHE
Diese historische SPIEGEL Zeitung von 1956 führt mitten in eine schwere politische Krise der jungen Bundesrepublik. Im Mittelpunkt steht der hessische FDP-Politiker August-Martin Euler, dessen Bruch mit der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten zu einer dramatischen Auseinandersetzung über die Zukunft des deutschen Liberalismus führte.

Titelgeschichte: August-Martin Euler – Der Aufstand der Kohuten

Die DER SPIEGEL Ausgabe 11/1956 widmet ihre große Titelgeschichte unter der Überschrift „Parteien / Euler: Der Aufstand der Kohuten“ dem hessischen FDP-Politiker August-Martin Euler. Auf dem Titel wird die politische Situation zugespitzt mit den Worten „Aufstand gegen den Aufstand“.
Euler war über viele Jahre eine der prägendsten Figuren der hessischen FDP. Als er zusammen mit weiteren Bundestagsabgeordneten die FDP-Fraktion verließ, rechnete er offenbar damit, dass ihm sein hessischer Landesverband folgen würde. Doch genau dort regte sich überraschend Widerstand.
DER SPIEGEL schildert detailliert, wie sich innerhalb weniger Tage die politischen Machtverhältnisse veränderten und aus dem langjährigen Landesvorsitzenden ein isolierter Parteirebell wurde.

Oswald Kohut und der Widerstand in der Hessen-FDP

Eine zentrale Figur der Titelgeschichte ist Oswald Kohut, Spirituosenfabrikant und Fraktionsvorsitzender der FDP im Hessischen Landtag. Kohut stellte sich offen gegen Euler und organisierte innerhalb kürzester Zeit den Widerstand gegen den langjährigen Parteichef.
DER SPIEGEL beschreibt anschaulich, wie Kohut die Landesorganisation übernahm, eine Notgeschäftsstelle einrichtete und schließlich verhinderte, dass Euler die hessische FDP geschlossen in eine neue politische Gruppierung führen konnte.
Der Konflikt gipfelte darin, dass Euler seinen Landesvorsitz niederlegte und aus der Partei austrat. Ausgerechnet die politische Hausmacht, die ihn über Jahre getragen hatte, entzog ihm die Unterstützung.

Die FDP-Spaltung von 1956

Hinter dem persönlichen Konflikt verbarg sich eine grundsätzliche Richtungsentscheidung. Ein Teil der FDP wollte die Zusammenarbeit mit Bundeskanzler Konrad Adenauer und der CDU fortsetzen. Andere Kräfte innerhalb der Partei wollten sich stärker von der Union lösen und ein eigenständigeres liberales Profil entwickeln.
Euler gehörte zu den Politikern, die eine enge Orientierung an Adenauers Regierungspolitik vertraten. FDP-Chef Thomas Dehler dagegen suchte größere politische Unabhängigkeit.
Die Auseinandersetzung führte schließlich zur Abspaltung einer Gruppe von Bundestagsabgeordneten, aus der später die Freie Volkspartei hervorging. Diese historische Originalausgabe dokumentiert damit einen wichtigen Wendepunkt der frühen Parteiengeschichte der Bundesrepublik.

Die Geschichte des deutschen Liberalismus

Die Titelgeschichte beschränkt sich nicht auf die Ereignisse des Jahres 1956. DER SPIEGEL nutzt die FDP-Krise für einen ausführlichen Rückblick auf die Geschichte des deutschen Liberalismus seit der Revolution von 1848.
Behandelt werden die Deutsche Fortschrittspartei, die Nationalliberalen, die Linksliberalen und Persönlichkeiten wie Rudolf von Bennigsen, Friedrich Naumann und Gustav Stresemann.
Der SPIEGEL zeigt dabei, dass politische Spaltungen innerhalb liberaler Parteien keineswegs ein neues Phänomen waren. Der Konflikt zwischen einem eher national-konservativen und einem stärker linksliberalen Flügel hatte die Geschichte des deutschen Liberalismus bereits seit dem 19. Jahrhundert geprägt.

August-Martin Euler – Aufstieg und politischer Absturz

Der SPIEGEL zeichnet auch Eulers Lebensweg ausführlich nach. Der 1908 geborene Jurist kam erst nach dem Zweiten Weltkrieg in die Politik. Die amerikanische Militärregierung setzte ihn zunächst als Landrat im Kreis Hersfeld ein.
Euler gehörte anschließend zu den Mitbegründern einer liberalen Partei in Hessen und wurde 1946 Landesvorsitzender. Bei der Bundestagswahl 1949 erzielte die FDP in Hessen unter seiner Führung ein außergewöhnlich starkes Ergebnis und wurde zeitweise sogar stärker als die CDU.
Doch seine zunehmend eigenständige politische Linie, seine Nähe zu Adenauer und seine innerparteilichen Konflikte führten schließlich dazu, dass er den Rückhalt in seiner eigenen Organisation verlor.
Die Titelgeschichte zeigt damit den ungewöhnlichen politischen Absturz eines Mannes, der wenige Jahre zuvor noch zu den einflussreichsten liberalen Politikern der jungen Bundesrepublik gehört hatte.

Weitere Themen dieser SPIEGEL-Ausgabe

Bonn & Wehrverfassung

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausgabe ist die politische Organisation der neuen Bundeswehr. Unter „Wehrverfassung: Später, Thomas, später“ berichtet DER SPIEGEL über die Auseinandersetzungen um die verfassungsrechtlichen Grundlagen der deutschen Streitkräfte.

Wehrpflicht & Eignungsprüfung

Mit der geplanten Wehrpflicht und der Eignungsprüfung zukünftiger Bundeswehr-Offiziere beschäftigt sich die Ausgabe ebenfalls. Besonders ungewöhnlich ist der Beitrag „Was ist Heldentum?“, der die psychologischen und intellektuellen Auswahlverfahren für Bewerber der neuen Bundeswehr beschreibt.

Saarland & deutsche Außenpolitik

Das Saar-Problem bleibt im März 1956 ein bedeutendes Thema. Nach dem Saarreferendum des Vorjahres laufen die politischen Verhandlungen über die zukünftige Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik weiter.

Kalter Krieg & internationale Politik

Unter der Überschrift „Paktpolitik: Waffen oder Ideen“ beschäftigt sich DER SPIEGEL mit den strategischen Auseinandersetzungen des Kalten Krieges. Hinzu kommen Berichte über die Sowjetunion und die politische Entwicklung in Nordafrika.

Luftfahrt & Technik

Der Beitrag „Fluggesellschaften: Stern von Bayern“ führt in die junge zivile Luftfahrt der Nachkriegszeit. Auch Architektur und moderne Hochbauten sind Thema – unter der Überschrift „Türme: Die Riesen-Stricknadeln“.

Film & Kultur

Im Kultur- und Filmteil geht es unter anderem um Felix Krull, Canaris, Wien und mehrere neue Kinofilme. Damit zeigt die Ausgabe erneut die große thematische Breite des SPIEGEL zwischen Politik, Gesellschaft, Militär und Kultur.

Zeitgeist der Woche

Diese historische SPIEGEL Zeitung von 1956 erschien in einer Phase, in der die politische Ordnung der Bundesrepublik noch keineswegs gefestigt war. Parteien suchten ihre langfristige Position, die Bundeswehr befand sich im Aufbau und wichtige außenpolitische Fragen wie Wiedervereinigung, Saarland und Kalter Krieg bestimmten die öffentliche Diskussion.
Gerade die Auseinandersetzungen innerhalb der FDP zeigen, wie offen die politische Entwicklung damals noch war. Die spätere Struktur des bundesdeutschen Parteiensystems war keineswegs selbstverständlich.
Damit ist diese Ausgabe eine authentische Chronik über die Woche vom 14. März bis 20. März 1956.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 11/1956
Erscheinungszeitraum: 14.3.1956 – 20.3.1956
Titelgeschichte: Parteien / Euler – Der Aufstand der Kohuten
Titelperson: August-Martin Euler
Sprache: Deutsch
Ausgabeart: Historische Originalausgabe
Zustand: altersentsprechend sehr gut
Diese originale SPIEGEL Zeitung von 1956 eignet sich besonders als Geschenk zum Geburtstag oder Jubiläum. Als Chronik über die Geburtswoche zeigt sie, welche politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen Deutschland und die Welt rund um das persönliche Datum bewegten.
Für Interessierte an deutscher Nachkriegsgeschichte, Parteiengeschichte und der Geschichte des Liberalismus bietet diese Ausgabe einen zusätzlichen besonderen Reiz. Sie dokumentiert eine der spannendsten innerparteilichen Auseinandersetzungen der frühen Bundesrepublik aus unmittelbarer zeitgenössischer Sicht.
Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

Präsentation & Zertifikat

Jede Ausgabe wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert, versehen mit dem Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie einem originalen SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Das Echtheitszertifikat wird ausgestellt vom offiziellen Antiquariat des SPIEGEL-Verlags (Rudolf Augstein GmbH & Co. KG). Zusätzlich enthalten: Sticker „Originalausgabe“.
Aus dem Archiv des offiziellen SPIEGEL-Antiquariats – sorgfältig geprüft, dokumentiert und mit Echtheitszertifikat versehen.

FAQ

Ist es eine Originalausgabe?
Ja – eine historische SPIEGEL-Originalausgabe aus dem Jahr 1956. Es handelt sich nicht um einen Nachdruck oder eine Reproduktion.
Warum ist SPIEGEL 11/1956 historisch besonders interessant?
Die Titelgeschichte dokumentiert die schwere Krise der FDP im Frühjahr 1956 und den politischen Bruch des langjährigen hessischen FDP-Vorsitzenden August-Martin Euler.
Wer war August-Martin Euler?
August-Martin Euler war Jurist, Mitbegründer der liberalen Partei in Hessen und viele Jahre Vorsitzender der hessischen FDP. In den frühen Jahren der Bundesrepublik gehörte er zu den einflussreichsten Politikern des national-liberalen Flügels der Partei.
Was bedeutet „Aufstand gegen den Aufstand“?
Euler gehörte zu einer Gruppe von Bundestagsabgeordneten, die sich von der FDP-Fraktion lossagten. Gleichzeitig rebellierte jedoch seine eigene hessische Parteibasis gegen ihn – aus dem geplanten Aufstand gegen die Parteiführung wurde damit ein Aufstand gegen Euler selbst.
Ist ein Echtheitszertifikat enthalten?
Ja – zu der historischen SPIEGEL-Originalausgabe erhalten Sie ein SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Ist die Ausgabe als Geburtstagsgeschenk geeignet?
Ja. Als historische Originalausgabe dokumentiert sie die Themen einer ganzen Woche und ist damit eine persönliche Chronik über die Geburtswoche vom 14. März bis 20. März 1956.
Handelt es sich um einen Nachdruck?
Nein – angeboten wird eine historische Originalausgabe in altersentsprechend sehr gutem Zustand.


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