DER SPIEGEL Nr. 12, 21.3.1956 bis 27.3.1956

DER SPIEGEL Zeitung 1956 vom 21.03.1956 bis 27.03.1956 – Pascha in Pension – General Glubb
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DER SPIEGEL Nr. 12, Original historische Zeitung vom 21. März 1956 bis 27. März 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL 12/1956 vom 21.03.1956 bis 27.03.1956 – General Glubb

Titelgeschichte: Naher Osten / Glubb – Liebe und Lüge
Chronik über die Geburtswoche
Chronik über die Geburtswoche
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL
KEIN NACHDRUCK
MIT SPIEGEL-ECHTHEITSZERTIFIKAT
CHRONIK ÜBER DIE GEBURTSWOCHE
Diese historische SPIEGEL-Ausgabe dokumentiert einen entscheidenden Moment im Nahen Osten des Jahres 1956. Auf dem Titel steht der britische General John Bagot Glubb, bekannt als Glubb Pascha. Nach 17 Jahren an der Spitze der Arabischen Legion hatte Jordaniens junger König Hussein den mächtigen britischen Militärberater überraschend entlassen. DER SPIEGEL deutete seinen Sturz als Symbol für den schwindenden Einfluss des britischen Empire in der arabischen Welt.

Titelgeschichte: General Glubb – Liebe und Lüge

Die DER SPIEGEL Ausgabe 12/1956 widmet ihre große Titelgeschichte unter der Überschrift „Naher Osten / Glubb: Liebe und Lüge“ dem Sturz des britischen Generals John Bagot Glubb. Das Titelbild bezeichnet ihn als „Pascha in Pension“.
Noch wenige Tage zuvor hatte Glubb als Befehlshaber der rund 23.000 Mann starken Arabischen Legion zu den einflussreichsten Persönlichkeiten Jordaniens gehört. Seit 1939 stand er an der Spitze der Truppe und hatte über Jahrzehnte eng mit dem jordanischen Herrscherhaus zusammengearbeitet. Am 1. März 1956 ließ ihn der erst 20-jährige König Hussein absetzen.
DER SPIEGEL schildert Glubbs Entlassung nicht als bloßen Personalwechsel. Der Fall wird zum Ausgangspunkt für eine ausführliche Betrachtung der britischen Nahostpolitik, der Entstehung Jordaniens, des arabischen Nationalismus und der immer stärker werdenden politischen Kraft des ägyptischen Staatschefs Gamal Abdel Nasser.

„Pascha in Pension“ – das Ende einer britischen Epoche

Die Titelgeschichte beginnt mit einem eindringlichen Bild: Glubb sitzt nach seiner Entlassung auf Zypern und muss sich plötzlich mit einem Leben ohne Kommando, ohne Jordanien und ohne die Arabische Legion auseinandersetzen. Aus dem einflussreichen „Glubb Pascha“ war innerhalb weniger Stunden wieder der Privatmann John Bagot Glubb geworden.
Für DER SPIEGEL steht dieses persönliche Schicksal für eine viel größere Entwicklung. Britische Beamte, Militärs und Experten hatten sich bereits aus Indien, Burma, Pakistan und Persien zurückziehen müssen. Auch in Ägypten ging die britische Militärpräsenz am Suezkanal ihrem Ende entgegen.
Der Sturz Glubbs erscheint deshalb als weiteres Zeichen für den Niedergang der britischen Weltmachtstellung. Ein Mann, der jahrzehntelang britischen Einfluss im Nahen Osten verkörpert hatte, wurde nun von genau jenem Staat aus dem Amt gedrängt, dessen Armee er aufgebaut hatte.

Glubb Pascha und die Arabische Legion

John Bagot Glubb, Jahrgang 1897, war bereits 1920 in den Irak gegangen. 1930 trat er in den Dienst des damaligen Emirats Transjordanien. Besonders eng arbeitete er mit den Beduinen zusammen und baute eine Wüstenpatrouille auf, die zum Kern der späteren Arabischen Legion wurde.
Glubb lernte die Sprache und Lebensweise der Beduinen kennen und genoss unter vielen seiner Soldaten hohes Ansehen. DER SPIEGEL beschreibt, wie aus einer kleinen Truppe eine disziplinierte Armee entstand. Seit 1939 war Glubb ihr Befehlshaber.
Eine entscheidende Rolle spielte die Legion im arabisch-israelischen Krieg von 1948. Sie gehörte zu den militärisch leistungsfähigsten arabischen Verbänden und eroberte unter anderem den östlichen Teil Jerusalems. Gleichzeitig entstand der Vorwurf, britische Interessen hätten die militärischen Entscheidungen Glubbs beeinflusst.
Damit wurde der britische General zunehmend zum Symbol eines Widerspruchs: Für die einen war er ein Mann, der Jordanien und seine Armee entscheidend mit aufgebaut hatte. Für arabische Nationalisten verkörperte er dagegen die fortdauernde Abhängigkeit von Großbritannien.

König Hussein, Nasser und der arabische Nationalismus

DER SPIEGEL stellt Glubbs Sturz in den Zusammenhang eines tiefgreifenden politischen Wandels. In Jordanien lebten nach dem Krieg von 1948 zahlreiche palästinensische Flüchtlinge. Zugleich gewann die Idee einer politischen Einheit der arabischen Staaten immer mehr Anhänger.
Zum wichtigsten Symbol dieser Bewegung war der ägyptische Staatschef Gamal Abdel Nasser geworden. Sein Anspruch auf eine unabhängige arabische Politik richtete sich gegen den Einfluss der alten europäischen Kolonialmächte und prägte zunehmend auch die Stimmung in Jordanien.
Der junge König Hussein stand damit zwischen der traditionellen Bindung seines Herrscherhauses an Großbritannien und dem wachsenden Druck arabisch-nationalistischer Kräfte. Die Entlassung Glubbs wurde zu einem weithin sichtbaren Zeichen dafür, dass sich die politischen Machtverhältnisse im Nahen Osten verschoben.

Von Lawrence von Arabien bis zum Staat Jordanien

Die Titelgeschichte reicht weit über die Ereignisse des März 1956 hinaus. DER SPIEGEL zeichnet die Vorgeschichte des modernen Nahen Ostens seit dem Ersten Weltkrieg nach und erinnert an britische Versprechen gegenüber den Arabern, an die Aufteilung ehemaliger osmanischer Gebiete und an die Entstehung neuer Staaten.
Dabei begegnet dem Leser auch T. E. Lawrence, der später als „Lawrence von Arabien“ weltberühmt wurde. Ebenso behandelt der Artikel die Geschichte der haschemitischen Herrscherfamilie und die Entwicklung Transjordaniens zum Königreich Jordanien.
Gerade diese historische Tiefe macht den Artikel heute besonders interessant: Die Ausgabe zeigt, wie DER SPIEGEL im Jahr 1956 versuchte, die damaligen Konflikte aus ihrer Entstehungsgeschichte heraus zu erklären – in einer Zeit, in der viele politische Strukturen des heutigen Nahen Ostens noch vergleichsweise jung waren.

Otto Bräutigam – ein Kriegstagebuch und die NS-Vergangenheit

Ein weiterer umfangreicher Beitrag dieser Ausgabe beschäftigt sich unter der Überschrift „Bräutigam: Es gab Gänsebraten, der Darm war in Ordnung“ mit dem Diplomaten Otto Bräutigam. Im Mittelpunkt steht dessen Kriegstagebuch und die Untersuchung seiner Tätigkeit während der NS-Zeit.
Bräutigam war während des Zweiten Weltkriegs unter anderem im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete tätig und arbeitete nach dem Krieg wieder im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik. DER SPIEGEL setzt sich mit Vorwürfen gegen ihn, seinen eigenen Rechtfertigungen und Dokumenten aus seiner damaligen Tätigkeit auseinander.
Besonders auffällig sind die privaten Tagebuchaufzeichnungen, in denen Bräutigam selbst während des Krieges immer wieder ausführlich Mahlzeiten, Restaurantbesuche und alltägliche Befindlichkeiten notierte. Der SPIEGEL stellt diesen beinahe banalen Alltag den politischen und historischen Vorgängen gegenüber, in die Bräutigam dienstlich eingebunden war.
Der Beitrag ist zugleich ein zeitgeschichtliches Dokument darüber, wie die junge Bundesrepublik Mitte der 1950er Jahre mit der NS-Vergangenheit von Beamten und Diplomaten umging.

Weitere Themen dieser SPIEGEL-Ausgabe

Bonn & deutsche Politik

In der Bonner Politik berichtet DER SPIEGEL unter anderem über Bundeskanzler Konrad Adenauer, dessen Urlaub und außenpolitische Fragen. Weitere Beiträge befassen sich mit Kontakten zu Israel, dem Auswärtigen Amt und der politischen Diskussion um die junge Bundesrepublik.

Kriegsdienstverweigerung & Bundeswehr

Unter der Überschrift „Kriegsdienstverweigerer: Auf den Bruder schießen?“ greift die Ausgabe eine hochaktuelle Frage der Wiederbewaffnung auf. 1956 befand sich die Bundeswehr noch im Aufbau, und die Einführung der Wehrpflicht wurde zu einem zentralen politischen Thema.

NATO & Naher Osten

Auch außerhalb der Titelgeschichte bleibt die internationale Neuordnung ein Schwerpunkt. DER SPIEGEL berichtet über die NATO, Waffenhandel im Nahen Osten sowie Entwicklungen in Zypern und Ägypten. Damit zeigt das Heft eine Region, die 1956 immer stärker in den Mittelpunkt der Weltpolitik rückte.

Polen & Meinungsforschung

Der Beitrag „Polen / Meinungsforschung: Das Bewußtsein hinkt hinterher“ richtet den Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse im kommunistischen Polen – in einem Jahr, das für Osteuropa noch erhebliche politische Umbrüche bringen sollte.

Archäologie

Unter „Archäologie / Handschriften: Ein zweiter Messias“ beschäftigt sich das Magazin mit historischen Handschriften und archäologischen Entdeckungen.

Film, Literatur & Kabarett

Im Kulturteil werden unter anderem die Filme „Regine“ und „Beau Brummell – Rebell und Verführer“ vorgestellt. Hinzu kommen Beiträge über Kriegsfilme, den Fontane-Preis und das Kabarett der jungen Bundesrepublik.

Zeitgeist der Woche

Diese historische SPIEGEL-Ausgabe von 1956 stammt aus einer Phase tiefgreifender politischer Neuordnung. Die Bundesrepublik war erst wenige Jahre alt, die Bundeswehr befand sich im Aufbau und der Kalte Krieg bestimmte die deutsche und internationale Politik.
Gleichzeitig zerfiel die alte koloniale Ordnung. In Nordafrika und im Nahen Osten gewannen Unabhängigkeitsbewegungen und arabischer Nationalismus an Kraft. Großbritannien und Frankreich verloren zunehmend ihren jahrzehntelang selbstverständlichen Einfluss.
Der Sturz Glubb Paschas in Jordanien war ein sichtbares Zeichen dieses Wandels. Nur wenige Monate später sollte die Suezkrise von 1956 den Machtverlust der alten europäischen Großmächte noch deutlicher vor Augen führen.
Gerade die Verbindung aus deutscher Nachkriegspolitik, Wiederbewaffnung, Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und dem Umbruch im Nahen Osten macht diese Ausgabe zu einer authentischen Chronik über die Woche vom 21. bis 27. März 1956.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 12/1956
Erscheinungszeitraum: 21.03.1956 – 27.03.1956
Titelgeschichte: Naher Osten / Glubb – Liebe und Lüge
Titelperson: General John Bagot Glubb (Glubb Pascha)
Sprache: Deutsch
Ausgabeart: Historische Originalausgabe
Zustand: altersentsprechend sehr gut
Diese originale SPIEGEL-Ausgabe von 1956 eignet sich besonders als Geschenk zum Geburtstag oder Jubiläum. Als Chronik über die Geburtswoche zeigt sie, welche politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen Deutschland und die Welt rund um das persönliche Datum bewegten.
Historisch besonders interessant ist diese Ausgabe für Leser, die sich für Jordanien, Israel, den Nahen Osten, den arabischen Nationalismus, Gamal Abdel Nasser und den Niedergang des britischen Empire interessieren. Die Titelgeschichte dokumentiert diese Entwicklung unmittelbar aus der Perspektive des Jahres 1956.
Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

Präsentation & Zertifikat

Jede Ausgabe wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert, versehen mit dem Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie einem originalen SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Das Echtheitszertifikat wird ausgestellt vom offiziellen Antiquariat des SPIEGEL-Verlags (Rudolf Augstein GmbH & Co. KG). Zusätzlich enthalten: Sticker „Originalausgabe“.
Aus dem Archiv des offiziellen SPIEGEL-Antiquariats – sorgfältig geprüft, dokumentiert und mit Echtheitszertifikat versehen.

FAQ

Ist es eine Originalausgabe?
Ja – eine historische SPIEGEL-Originalausgabe aus dem Jahr 1956. Es handelt sich nicht um einen Nachdruck oder eine Reproduktion.
Wer war General Glubb?
Der britische General John Bagot Glubb, bekannt als Glubb Pascha, war jahrzehntelang im Nahen Osten tätig und von 1939 bis 1956 Befehlshaber der Arabischen Legion in Jordanien.
Warum wurde Glubb Pascha 1956 entlassen?
Seine Entlassung durch König Hussein stand im Zusammenhang mit dem wachsenden arabischen Nationalismus und dem Wunsch Jordaniens, sich vom starken britischen Einfluss zu lösen. DER SPIEGEL analysiert die politischen Hintergründe ausführlich.
Warum ist diese Ausgabe für die Geschichte des Nahen Ostens interessant?
Die Titelgeschichte behandelt nicht nur Glubbs Sturz, sondern zeichnet auch die Entstehung Jordaniens, die britische Nahostpolitik, den Krieg von 1948 und den Aufstieg des arabischen Nationalismus nach.
Welche weiteren historischen Themen enthält das Heft?
Unter anderem geht es um die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik, Kriegsdienstverweigerung, NATO und Nahostpolitik sowie um den Diplomaten Otto Bräutigam und die Auseinandersetzung mit seiner Tätigkeit während der NS-Zeit.
Ist ein Echtheitszertifikat enthalten?
Ja – zu der historischen SPIEGEL-Originalausgabe erhalten Sie ein Echtheitszertifikat.
Ist die Ausgabe als Geburtstagsgeschenk geeignet?
Ja. Als historische Originalausgabe dokumentiert sie die Ereignisse und Diskussionen einer ganzen Woche und wird damit zu einer persönlichen Chronik rund um das Geburtsdatum.
Handelt es sich um einen Nachdruck?
Nein – angeboten wird eine historische Originalausgabe in altersentsprechend sehr gutem Zustand.


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