DER SPIEGEL Nr. 46, 14.11.1956 bis 20.11.1956

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DER SPIEGEL – Originalausgabe DER SPIEGEL Zeitung Nr. 46/1956 vom 14.11.1956 bis... mehr
DER SPIEGEL Nr. 46, Original historische Zeitung vom 14. November 1956 bis 20. November 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL Zeitung Nr. 46/1956 vom 14.11.1956 bis 20.11.1956

„Das Beileid der Partei“ – László Rajk und die Vorgeschichte des Ungarn-Aufstands
Chronik zur Woche der Geburt
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL – KEIN NACHDRUCK
Diese Ausgabe befindet sich in sehr gut erhaltenem, sammelwürdigem Zustand.

Viele Exemplare stammen direkt aus dem SPIEGEL-Archiv Hamburg – ein starkes Qualitätsmerkmal für Echtheit und Exklusivität.

Sie erhalten diese Ausgabe inklusive offiziellem SPIEGEL-Echtheitszertifikat sowie in archivgeeigneter Sammler-Klarsichthülle – perfekt, um sie direkt zu verschenken.
Diese SPIEGEL-Ausgabe erscheint in einer der dramatischsten Wochen des Jahres 1956. Der Ungarische Volksaufstand ist gerade durch sowjetische Truppen niedergeschlagen worden, während gleichzeitig die Folgen der Suezkrise die internationale Politik erschüttern. DER SPIEGEL blickt mit seiner Titelgeschichte „Das Beileid der Partei“ auf den 1949 hingerichteten ungarischen Kommunisten László Rajk. Seine Rehabilitierung wenige Wochen zuvor hatte wie kaum ein anderes Ereignis die Verbrechen der stalinistischen Herrschaft in Ungarn sichtbar gemacht.

Titelgeschichte: „Das Beileid der Partei“

Im Mittelpunkt der Ausgabe steht eine umfangreiche Folge der SPIEGEL-Serie „Ich bin ein Lump, Herr Staatsanwalt!“. Anhand des Schicksals des früheren ungarischen Innen- und Außenministers László Rajk rekonstruiert DER SPIEGEL die Mechanismen der stalinistischen Schauprozesse.

Rajk war selbst überzeugter Kommunist, hatte im Spanischen Bürgerkrieg gekämpft, war während des Zweiten Weltkriegs verfolgt worden und stieg nach 1945 zu einem der führenden Politiker Ungarns auf. Im Machtkampf innerhalb des kommunistischen Systems geriet er jedoch unter Verdacht. 1949 wurde er verhaftet und in einem spektakulären Schauprozess unter anderem als angeblicher Spion, Titoist und Verräter angeklagt.

Vor Gericht gestand Rajk nahezu sämtliche Vorwürfe. DER SPIEGEL zeichnet detailliert nach, wie ein politischer Prozess konstruiert wurde, in dem die Angeklagten sich selbst belasteten und eine angebliche internationale Verschwörung gegen die kommunistische Führung bestätigten.

Am 15. Oktober 1949 wurde László Rajk im Budapester Zentralgefängnis hingerichtet.

Julia Rajk – eine Frau bricht das Schweigen

Eine zentrale Figur der Titelgeschichte ist Julia Rajk, die Ehefrau des hingerichteten Politikers. Auch sie war überzeugte Kommunistin und wurde 1949 gemeinsam mit ihrem Mann verhaftet.

Besonders eindringlich schildert DER SPIEGEL ihre Gefangenschaft. Ihr erst wenige Monate alter Sohn wurde ihr weggenommen. Im Budapester Zentralgefängnis musste sie aus ihrer Zelle die Hinrichtungen auf dem Gefängnishof hören – ohne zunächst zu wissen, dass eines der Opfer ihr eigener Ehemann war.

Als Julia Rajk später die offiziellen Prozessunterlagen erhielt, entdeckte sie eine scheinbar kleine, aber entscheidende Unstimmigkeit: In den Akten wurde als Geburtsdatum ihres Mannes der 8. März 1909 angegeben. Tatsächlich war er am 8. Mai geboren worden. Für sie wurde dieser Fehler zum Hinweis darauf, dass auch die angeblichen Geständnisse des Prozesses nicht der Wahrheit entsprachen.

Nach ihrer Entlassung aus der Haft begann Julia Rajk öffentlich über die Methoden des stalinistischen Systems zu sprechen. Dass eine überzeugte Kommunistin diese Verbrechen nun öffentlich anprangerte, besaß 1956 enorme politische Sprengkraft.

Vom „Verräter“ zum rehabilitierten Märtyrer

Nach Stalins Tod und im Zuge der beginnenden Entstalinisierung änderte sich die politische Bewertung des Rajk-Prozesses grundlegend. Das kommunistische Regime musste schließlich eingestehen, dass der einstige angebliche Staatsfeind Opfer eines konstruierten politischen Verfahrens geworden war.

Am 6. Oktober 1956 wurde Rajk feierlich rehabilitiert und erneut bestattet. Seine sterblichen Überreste waren zuvor aus einer Kalkgrube des Gefängnishofes geborgen worden. Julia Rajk stand gemeinsam mit ihrem siebenjährigen Sohn am Sarg ihres Mannes, während Vertreter derselben Partei ihr Beileid aussprachen, deren System seine Hinrichtung ermöglicht hatte.

Genau daraus gewinnt der SPIEGEL-Titel „Das Beileid der Partei“ seine bittere Bedeutung.

Die Wiederbestattung wurde zu einem politischen Ereignis. Sie machte die Verbrechen der stalinistischen Vergangenheit öffentlich sichtbar und verstärkte jene Unruhe, die wenige Wochen später in den offenen Aufstand gegen die kommunistische Herrschaft mündete.

Ungarn 1956 – vom Protest zum Volksaufstand

Nur 17 Tage nach Rajks Wiederbestattung begann am 23. Oktober 1956 der Ungarische Volksaufstand. Studenten und Intellektuelle demonstrierten in Budapest für politische Reformen, nationale Unabhängigkeit und ein Ende der sowjetischen Vorherrschaft.

Für kurze Zeit wurde Imre Nagy zur politischen Hoffnung der Revolution. Die Entwicklung eskalierte jedoch innerhalb weniger Tage. Am 4. November griffen sowjetische Truppen massiv ein und schlugen den Aufstand militärisch nieder.

Als diese SPIEGEL-Ausgabe am 14. November 1956 erscheint, liegen diese Ereignisse erst wenige Tage zurück. Dadurch besitzt das Heft eine besondere zeitgeschichtliche Nähe: Die Leser erhielten die Berichte nicht als historischen Rückblick, sondern mitten in einer noch völlig offenen europäischen Krise.

Die Geschichte Rajks erscheint in diesem Zusammenhang als Vorgeschichte des Aufstands – als Beispiel dafür, wie sehr Terror, politische Prozesse und stalinistische Herrschaft das Vertrauen in das kommunistische System zerstört hatten.

Rudolf Augstein über Gewalt, Rache und Verantwortung

In seinem einleitenden Brief an die SPIEGEL-Leser beschäftigt sich Rudolf Augstein mit der kontrovers diskutierten Bildberichterstattung über die Gewalt während des Ungarn-Aufstands.

DER SPIEGEL hatte zuvor Bilder aus Ungarisch-Altenburg veröffentlicht, die sowohl die Opfer eines Sicherheitspolizisten als auch dessen anschließenden Lynchtod dokumentierten. Die Veröffentlichung löste heftige Kritik aus. Dem Magazin wurde sogar vorgeworfen, mit diesen Bildern der kommunistischen Propaganda Vorschub geleistet zu haben.

Augstein verteidigt die Entscheidung und setzt sich zugleich grundsätzlich mit der Frage auseinander, wie Presse und Öffentlichkeit mit Bildern extremer Gewalt umgehen sollen. Für ihn zeigen die Aufnahmen, welche Folgen jahrelange Unterdrückung, Demütigung und politische Gewalt haben können.

Gleichzeitig warnt er ausdrücklich vor Rache und Vergeltung. Damit ist der Leserbrief ein bemerkenswertes zeitgenössisches Dokument über journalistische Verantwortung und die moralischen Fragen, die der Ungarn-Aufstand auch in der Bundesrepublik auslöste.

Weltkrise 1956 – Ungarn und Suez gleichzeitig

Die Ausgabe macht besonders deutlich, warum der Herbst 1956 zu den dramatischsten Phasen des Kalten Krieges gehört. Während sowjetische Panzer in Ungarn eingreifen, erschüttert gleichzeitig die Suezkrise den Nahen Osten.

DER SPIEGEL widmet der internationalen Lage gleich mehrere Beiträge. Unter Überschriften wie „Suez: Bundesgenossen“, „Raketen auf die Insel“ und „Ein Viertel-Erfolg“ werden die Folgen der britisch-französisch-israelischen Intervention gegen Ägypten behandelt.

Auch die Vereinten Nationen stehen unter enormem Druck. Der Beitrag „UNO: Am Abgrund“ verdeutlicht, wie gefährlich die internationale Situation wahrgenommen wurde.

Selten trafen zwei große Konflikte des Kalten Krieges zeitlich so unmittelbar aufeinander. Genau diese Gleichzeitigkeit macht DER SPIEGEL Nr. 46/1956 zu einem besonders aussagekräftigen Zeitdokument.

Suezkrise, Erdöl und Benzin

Die politischen Ereignisse am Suezkanal hatten unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen auf Europa. DER SPIEGEL berichtet deshalb nicht nur über Diplomatie und Militär, sondern auch über die Folgen für Erdölversorgung und Verkehr.

Unter „Super-Tanker: Der Suez-Boom“ geht es um die wachsende Bedeutung großer Öltanker. Die Krise zeigt, wie abhängig die europäischen Industriestaaten von sicheren Transportwegen für Erdöl geworden waren.

Der Beitrag „Benzinhortung: Schäffers Julius-Tank“ greift die Sorge um die Treibstoffversorgung auf. Damit dokumentiert das Heft, wie ein internationaler Konflikt bis in den Alltag der jungen Bundesrepublik hineinwirkte.

Weitere Themen dieser Ausgabe

Die ungarische Tragödie: Unter dem Autorennamen Jens Daniel beschäftigt sich DER SPIEGEL ausführlich mit den dramatischen Entwicklungen in Ungarn.

Otto-John-Prozess: Unter „Kein übergroßer Fall“ berichtet das Magazin über das Verfahren gegen den früheren Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz.

Metallarbeiterstreik: „Mit Kabarett und Kino“ behandelt einen wichtigen Arbeitskampf der jungen Bundesrepublik.

Kardinal Mindszenty: Der ungarische Kirchenführer, der während des Aufstands befreit worden war, steht unter der Überschrift „Die Dämonen“ im Mittelpunkt eines weiteren Beitrags.

Kardinal Wyszyński: Auch die politischen Veränderungen in Polen und das Verhältnis zwischen kommunistischem Staat und katholischer Kirche werden behandelt.

Medien: „W wie Werbung“ beschäftigt sich mit dem Rundfunk in Bayern und der zunehmenden Bedeutung kommerzieller Werbung.

Kultur: DER SPIEGEL berichtet über den französischen Dramatiker Jean Anouilh.

Mode: Unter den Buchneuerscheinungen findet sich Christian Diors „Dior“ – ein interessantes Detail aus der internationalen Mode- und Kulturgeschichte der 1950er-Jahre.

Film: Neue Kinofilme und die Diskussion um Jugendverbote ergänzen das kulturelle Panorama dieser Woche.

Zeitgeist der Woche – November 1956

Wer diese Originalausgabe heute in den Händen hält, begegnet einer Welt, die im November 1956 gleichzeitig von Aufbruch und großer Unsicherheit geprägt ist.

In Budapest ist der Freiheitskampf gerade gewaltsam niedergeschlagen worden. Flüchtlinge verlassen Ungarn, sowjetische Truppen sichern die kommunistische Herrschaft und Imre Nagys politisches Schicksal ist noch nicht entschieden. Gleichzeitig erschüttert die Suezkrise das internationale Machtgefüge und zeigt den schwindenden Einfluss der alten europäischen Großmächte Großbritannien und Frankreich.

In der Bundesrepublik läuft währenddessen das Wirtschaftswunder weiter. Immer mehr Menschen besitzen ein Auto, Erdöl und Benzin werden zu Schlüsselthemen einer zunehmend mobilen Gesellschaft, Gewerkschaften kämpfen um bessere Arbeitsbedingungen und die junge Demokratie beobachtet die Entwicklungen jenseits des Eisernen Vorhangs mit großer Sorge.

DER SPIEGEL Nr. 46/1956 hält diese außergewöhnliche Situation unmittelbar fest. Politik, Kalter Krieg, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Alltag verbinden sich zu einer authentischen Chronik der Geburtswoche.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 46 / 1956
Erscheinungszeitraum: 14. November 1956 – 20. November 1956
Titelstory: „Das Beileid der Partei“ – aus der Serie „Ich bin ein Lump, Herr Staatsanwalt!“
Schwerpunkte: László Rajk, Julia Rajk, Ungarischer Volksaufstand 1956, Stalinismus, Schauprozesse, Suezkrise, Erdölversorgung und Kalter Krieg
Sprache: Deutsch
Zustand: sehr gut erhalten / sammelwürdig

Diese originale SPIEGEL-Zeitung ist eine besondere Geschenkidee zum Geburtstag oder Jubiläum. Wer zwischen dem 14. und 20. November 1956 geboren wurde, erhält mit dieser Ausgabe nicht einfach eine alte Zeitung, sondern eine echte Chronik seiner Geburtswoche.

Anders als eine Tageszeitung dokumentiert DER SPIEGEL die wichtigen politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen einer ganzen Woche. Gerade diese Ausgabe zeigt eindrucksvoll, welche dramatischen Ereignisse Deutschland und die Welt im November 1956 bewegten.

Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.
Chronik zur Woche der Geburt – historische SPIEGEL Originalausgabe

Präsentation & Zertifikat

Die Zeitung wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert und ist direkt verschenkbereit.

Enthalten sind der Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie ein offizielles SPIEGEL-Echtheitszertifikat.

Für eine besonders hochwertige Übergabe empfehlen wir die optionale Geschenkmappe im SPIEGEL-Design.

Aus dem SPIEGEL-Archiv Hamburg – geprüft, dokumentiert und zertifiziert.

FAQ

Ist dies eine echte SPIEGEL-Ausgabe von 1956?
Ja – Sie erhalten eine historische Originalausgabe von DER SPIEGEL Nr. 46/1956 und keinen Nachdruck.
Was ist die Titelgeschichte dieser Ausgabe?
Die Titelgeschichte „Das Beileid der Partei“ gehört zur SPIEGEL-Serie „Ich bin ein Lump, Herr Staatsanwalt!“ und behandelt den Schauprozess, die Hinrichtung und spätere Rehabilitierung des ungarischen Kommunisten László Rajk.
Welche Verbindung besteht zum Ungarn-Aufstand 1956?
Rajks Rehabilitierung und seine öffentliche Wiederbestattung im Oktober 1956 wurden zu wichtigen Symbolen der Abrechnung mit dem Stalinismus. Nur wenige Wochen später begann der Ungarische Volksaufstand.
Behandelt das Heft auch die Suezkrise?
Ja. Mehrere Beiträge beschäftigen sich mit der Suezkrise, ihren politischen Folgen sowie den Auswirkungen auf Erdöl- und Benzinversorgung.
Ist ein Echtheitszertifikat enthalten?
Ja – jede Ausgabe wird mit offiziellem SPIEGEL-Echtheitszertifikat geliefert.
Eignet sich diese Ausgabe als Zeitung vom Geburtstag?
Ja. Als Chronik der Geburtswoche dokumentiert sie nicht nur einen einzelnen Tag, sondern die entscheidenden politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen rund um das persönliche Geburtsdatum.
Gibt es eine Geschenkverpackung?
Ja – optional ist eine hochwertige Geschenkmappe im SPIEGEL-Design erhältlich.


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