DER SPIEGEL Nr. 36, 5.9.1956 bis 11.9.1956

Original Zeitung DER SPIEGEL 36/1956 vom 5.9.1956 bis 11.9.1956 - Originalausgabe - Chronik vo Geburtstag
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DER SPIEGEL Nr. 36, Original historische Zeitung vom 05. September 1956 bis 11. September 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL 36/1956 vom 5.9.1956 bis 11.9.1956 – CDU, Parteifinanzierung und Ernst Bach

Titelgeschichte: Parteien / Finanzierung – Umwege zum Geld
Chronik über die Geburtswoche
Chronik über die Geburtswoche
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL
KEIN NACHDRUCK
MIT SPIEGEL-ECHTHEITSZERTIFIKAT
CHRONIK ÜBER DIE GEBURTSWOCHE
Diese historische SPIEGEL-Ausgabe führt mitten in die politische Kultur der jungen Bundesrepublik. Auf dem Titel steht Ernst Bach, CDU-Bundesschatzmeister und Oberbürgermeister von Siegen. DER SPIEGEL untersucht, auf welchen Wegen die Regierungspartei Geld aus der Wirtschaft erhielt – und warum die im Grundgesetz verlangte öffentliche Rechenschaft über Parteifinanzen sieben Jahre nach Gründung der Bundesrepublik noch immer ein ungelöstes Problem war.

Titelgeschichte: „Umwege zum Geld“ – wie finanzierte sich die CDU?

Die Titelgeschichte der DER SPIEGEL Ausgabe 36/1956 beginnt mit einem Satz aus Artikel 21 des Grundgesetzes: Parteien müssen über die Herkunft ihrer Mittel öffentlich Rechenschaft geben. Anschließend untersucht das Magazin, wie die Finanzierung der CDU Mitte der 1950er Jahre tatsächlich funktionierte.
Im Zentrum steht der CDU-Bundesschatzmeister Ernst Bach. DER SPIEGEL beschreibt ein Geflecht aus Parteiarbeit, Wirtschaftsbeziehungen, Verlagen und sogenannten Bezugsgebühren. Eine Schlüsselrolle spielte dabei die Bonner Publikation „Das Wirtschaftsbild“.

„Das Wirtschaftsbild“ – Parteigeld als Bezugsgebühr

„Das Wirtschaftsbild“ wurde als wirtschaftspolitischer Informationsdienst angeboten. Unternehmen konnten die Publikation abonnieren und erhielten nach Darstellung des Verlages frühzeitig Informationen über wirtschaftspolitische Entwicklungen, Gesetzesvorhaben und öffentliche Aufträge.
DER SPIEGEL sah darin zugleich einen Weg, Gelder aus Industrie und Wirtschaft in die CDU-Parteikassen zu lenken. Besonders bemerkenswert sind die im Artikel genannten Summen: Für 1954 beziffert das Magazin die Einnahmen aus den „Bezugsgebühren“ auf 1.677.110,20 DM. 1956 seien durchschnittlich etwa 150.000 DM monatlich eingegangen.
Zu den im Bericht genannten Abonnenten gehörten bekannte Unternehmen wie Volkswagen, Esso, Shell, Bahlsen, Büssing und Wintershall. Gerade diese konkreten Namen und Beträge machen den Artikel heute zu einem aufschlussreichen zeitgenössischen Dokument über das Verhältnis von Politik und Wirtschaft in der Adenauer-Ära.

Ludwig Erhard und die „Konjunktur heute und morgen“

Eine besondere Rolle spielte Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard. Gemeinsam mit Ernst Bach wurde er als Herausgeber des „Wirtschaftsbildes“ genannt. Industrielle und Bankiers wurden zu Veranstaltungen eingeladen, bei denen über das Thema „Konjunktur heute und morgen“ gesprochen werden sollte.
Nach Darstellung des SPIEGEL dienten diese Treffen jedoch nicht allein dem wirtschaftspolitischen Gedankenaustausch. Sie boten zugleich Gelegenheit, neue zahlungskräftige Abonnenten für das „Wirtschaftsbild“ zu gewinnen – und damit die Parteikassen mit Blick auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf 1957 zu stärken.

CDU und SPD – zwei unterschiedliche Finanzierungsmodelle

Besonders interessant ist der Vergleich zwischen CDU und SPD. DER SPIEGEL beschreibt die SPD als stark mitgliederfinanzierte Partei. Für 1955 nennt der Bericht rund 589.000 Mitglieder und Beitragseinnahmen von ungefähr 7,2 Millionen DM.
Die CDU hatte demnach Anfang 1956 rund 245.000 Mitglieder. Deren Beiträge verblieben weitgehend auf Kreis- und Ortsebene. Landesverbände und Bundesgeschäftsstelle waren deshalb wesentlich stärker auf andere Einnahmequellen angewiesen – darunter Spenden aus der Wirtschaft und die vom SPIEGEL untersuchten Finanzierungswege.
Der Artikel vermittelt damit einen ungewöhnlich detaillierten Einblick in den Aufbau der großen Parteien während der ersten Jahre der Bundesrepublik.

Artikel 21 des Grundgesetzes – Transparenz war schon 1956 ein Thema

Die politische Bedeutung der Titelgeschichte reicht über den „Fall Bach“ hinaus. Bereits das 1949 verabschiedete Grundgesetz verlangte von politischen Parteien Rechenschaft über die Herkunft ihrer Mittel. Ein umfassendes Parteiengesetz existierte 1956 jedoch noch nicht.
DER SPIEGEL schildert die damalige Diskussion darüber, welche Rechtsstellung Parteien überhaupt erhalten sollten und wie ihre Finanzen kontrolliert werden könnten. Damit behandelt das Heft Fragen wie Parteispenden, Transparenz, Einfluss wirtschaftlicher Interessen und staatliche Kontrolle – Themen, die auch Jahrzehnte später nichts von ihrer politischen Bedeutung verloren haben.

Ernst Bach – „ungekrönter König von Westfalen“

Die Titelgeschichte ist zugleich ein ausführliches Porträt des CDU-Politikers und Unternehmers Ernst Bach. Er vereinte eine außergewöhnliche Zahl politischer, kommunaler und geschäftlicher Funktionen auf sich: CDU-Bundesschatzmeister, Oberbürgermeister von Siegen, Verleger, Unternehmer sowie Mitglied verschiedener Aufsichts- und Verwaltungsräte.
DER SPIEGEL zeichnet dabei ein ausgesprochen farbiges Porträt. Bach bezeichnete sich selbst als den „ungekrönten König von Westfalen“, fuhr nach eigener Darstellung seinen Mercedes barfuß und soll auch im Winter keine sichtbaren Strümpfe getragen haben.
Solche zeittypischen Details machen den langen Bericht neben seiner politischen Bedeutung auch zu einem lebendigen Porträt der frühen Bonner Republik.

Suezkrise 1956 – „Die Lotsen-Jagd“

Auch die internationale Politik spielt in dieser Ausgabe eine wichtige Rolle. Unter der Überschrift „Suez: Die Lotsen-Jagd“ berichtet DER SPIEGEL über die sich weiter zuspitzende Suezkrise.
Nach der Verstaatlichung des Suezkanals durch Ägyptens Präsidenten Gamal Abdel Nasser im Juli 1956 entwickelte sich der Konflikt zu einer der größten internationalen Krisen des Jahres. Im September standen die politischen und praktischen Folgen für den Betrieb des Kanals im Mittelpunkt.

„Der Hauptmann von Köpenick“ – Heinz Rühmann kommt ins Kino

Auch filmgeschichtlich bietet die Ausgabe einen schönen zeitgenössischen Bezug. Unter den neuen Filmen in Deutschland wird „Der Hauptmann von Köpenick“ vorgestellt.
Die Verfilmung mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle wurde zu einem der bekanntesten deutschen Filme der 1950er Jahre. Damit dokumentiert diese SPIEGEL-Ausgabe unmittelbar die Zeit, in der der heute als Klassiker geltende Film erstmals auf das deutsche Kinopublikum traf.

Weitere Themen dieser SPIEGEL-Ausgabe

Jugendgesundheit

Unter der Überschrift „Die managerkranken Lehrlinge“ beschäftigt sich DER SPIEGEL mit der Gesundheit Jugendlicher und junger Berufstätiger – ein interessanter Einblick in Arbeitswelt, Leistungsdruck und medizinische Vorstellungen der 1950er Jahre.

Alfred Kinsey

Auch der amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey ist Thema des Heftes. Seine Forschungen hatten in den 1940er- und 1950er-Jahren international große gesellschaftliche Debatten ausgelöst.

Automobilgeschichte

Mit dem NSU-Prozess und dem Beitrag „Scheidung von Fiats Tochter“ enthält das Heft außerdem ein Thema aus der deutschen Automobilindustrie – passend zu einer Zeit, in der die Motorisierung der Bundesrepublik rasant voranschritt.

Mailand – das „italienische Chicago“

Ein Architekturbeitrag blickt nach Mailand und beschreibt die dynamische Entwicklung der norditalienischen Metropole. Auch darin zeigt sich der wirtschaftliche und städtebauliche Aufbruch Europas in den 1950er Jahren.

Zeitgeist der Woche

Die Woche vom 5. bis 11. September 1956 zeigt die Bundesrepublik mitten im Wirtschaftswunder – und gleichzeitig mitten im Aufbau ihrer politischen Institutionen. Konrad Adenauer regierte seit 1949, Ludwig Erhard stand für die Soziale Marktwirtschaft, und bereits warf die nächste Bundestagswahl ihre Schatten voraus.
Während innenpolitisch über Parteigelder, wirtschaftlichen Einfluss und politische Transparenz gestritten wurde, hielt die Suezkrise die Welt in Atem. Im Kino starteten neue deutsche Produktionen, die Automobilindustrie expandierte und gesellschaftliche Fragen von Jugendgesundheit bis Sexualforschung spiegelten den Wandel der Nachkriegszeit.
So entsteht eine facettenreiche Chronik über die Geburtswoche – mit Politik, Wirtschaft, Weltgeschehen, Gesellschaft, Film und Automobilgeschichte aus dem September 1956.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 36/1956
Erscheinungszeitraum: 5.9.1956 – 11.9.1956
Titelgeschichte: Parteien / Finanzierung – Umwege zum Geld
Titelperson: Ernst Bach
Schwerpunktthema: CDU und Parteienfinanzierung
Weitere Themen: Suezkrise, Ludwig Erhard, Hauptmann von Köpenick, Jugendgesundheit, Alfred Kinsey, Automobilindustrie
Sprache: Deutsch
Ausgabeart: Historische Originalausgabe
Zustand: altersentsprechend sehr gut
Diese originale SPIEGEL-Ausgabe von 1956 eignet sich besonders als Geschenk zum Geburtstag oder Jubiläum. Anders als eine einzelne Tageszeitung dokumentiert DER SPIEGEL eine ganze Woche und verbindet Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und internationales Geschehen.
Gerade Nr. 36/1956 ist ein eindrucksvolles Beispiel: Die Ausgabe erzählt von der Parteienfinanzierung der jungen Bundesrepublik, von Ludwig Erhard und der CDU, von der Suezkrise und zugleich von Kino, Automobilen und gesellschaftlichen Veränderungen.
Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

Präsentation & Zertifikat

Jede Ausgabe wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert, versehen mit dem Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie einem originalen SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Das Echtheitszertifikat wird ausgestellt vom offiziellen Antiquariat des SPIEGEL-Verlags (Rudolf Augstein GmbH & Co. KG). Zusätzlich enthalten: Sticker „Originalausgabe“.
Aus dem Archiv des offiziellen SPIEGEL-Antiquariats – sorgfältig geprüft, dokumentiert und mit Echtheitszertifikat versehen.

FAQ

Ist es eine Originalausgabe?
Ja – eine historische SPIEGEL-Originalausgabe aus dem Jahr 1956. Es handelt sich nicht um einen Nachdruck oder eine Reproduktion.
Wer ist auf dem Titel von SPIEGEL 36/1956?
Auf dem Titel steht Ernst Bach, damals Bundesschatzmeister der CDU und Oberbürgermeister von Siegen.
Worum geht es in der Titelgeschichte?
DER SPIEGEL untersucht die Finanzierung der CDU, Unternehmensspenden und die Rolle des Informationsdienstes „Das Wirtschaftsbild“, über den Gelder aus der Wirtschaft in das Umfeld der Partei gelangten.
Kommt Ludwig Erhard in dieser Ausgabe vor?
Ja. Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard spielt in der Titelgeschichte eine wichtige Rolle und wurde gemeinsam mit Ernst Bach als Herausgeber des „Wirtschaftsbildes“ genannt.
Berichtet die Ausgabe über die Suezkrise?
Ja. Der internationale Teil enthält den Beitrag „Suez: Die Lotsen-Jagd“ über die Krise um den Suezkanal.
Ist „Der Hauptmann von Köpenick“ mit Heinz Rühmann Thema?
Ja. Die damals neue deutsche Verfilmung wird im Filmteil dieser Ausgabe vorgestellt.
Welche weiteren Themen enthält das Heft?
Weitere Themen sind NATO und Bundeswehr, Vertriebene, Naturschutz, die Niederlande, Architektur in Mailand, Automobilindustrie, Jugendgesundheit, Alfred Kinsey, Film und Bücher.
Ist die Ausgabe als Geburtstagsgeschenk geeignet?
Ja. Als Chronik über die Geburtswoche vermittelt sie ein breites Bild davon, was Deutschland und die Welt Anfang September 1956 beschäftigte.
Handelt es sich um einen Nachdruck?
Nein – angeboten wird eine historische Originalausgabe in altersentsprechend sehr gutem Zustand.


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