DER SPIEGEL Nr. 39, 26.9.1956 bis 2.10.1956

Original Zeitung DER SPIEGEL vom 26.9.1956 bis 2.10.1956 - Elvis Presley, Rock ’n’ Roll & Willy Schlieker - mit Echtheitszertifikat
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DER SPIEGEL Nr. 39, Original historische Zeitung vom 26. September 1956 bis 02. Oktober 1956
DER SPIEGEL – Originalausgabe

DER SPIEGEL 39/1956 vom 26.9.1956 bis 2.10.1956 – Willy Schlieker, Elvis Presley & Rock ’n’ Roll

Titelgeschichte: Industrie / Schlieker-Konzern – Der Lückenschließer
Chronik über die Geburtswoche
Chronik über die Geburtswoche
ORIGINALAUSGABE DER SPIEGEL
KEIN NACHDRUCK
MIT SPIEGEL-ECHTHEITSZERTIFIKAT
CHRONIK ÜBER DIE GEBURTSWOCHE
Diese historische SPIEGEL-Ausgabe führt mitten in das Jahr 1956: Die westdeutsche Wirtschaft wächst mit enormem Tempo, der Suezkonflikt beschäftigt die Weltpolitik – und aus Amerika erreicht eine neue Musik die Jugend Europas. Unter der Überschrift „Der Über-Rhythmus“ berichtet DER SPIEGEL ausführlich über Rock ’n’ Roll und den erst 21-jährigen Elvis Presley. Ein faszinierendes Zeitdokument aus dem Jahr, in dem Elvis zum internationalen Phänomen wurde.

Titelgeschichte: Willy Schlieker – Der Lückenschließer

Die DER SPIEGEL Ausgabe 39/1956 widmet ihre große Titelgeschichte dem Unternehmer Willy Schlieker. Unter der Überschrift „Industrie / Schlieker-Konzern: Der Lückenschließer“ porträtiert das Magazin einen der ungewöhnlichsten Unternehmer des westdeutschen Wirtschaftswunders.
Schlieker plante ein Geschäft von außergewöhnlicher Dimension: Amerikanische Kohle sollte mit einer Flotte von Liberty-Schiffen nach Westdeutschland transportiert werden. Während die Kohlegruben in Pennsylvania unter Absatzproblemen litten, benötigte die expandierende westdeutsche Stahlindustrie immer größere Mengen des Rohstoffs.
DER SPIEGEL beschreibt detailliert, wie Schlieker diese wirtschaftliche Lücke erkannte und daraus ein internationales Geschäft entwickeln wollte. Für 24 Liberty-Schiffe plante er Investitionen in Millionenhöhe. Jedes Schiff sollte mehrmals jährlich zwischen der amerikanischen Ostküste und Europa verkehren.

Vom Arbeitersohn zum Konzernherrn

Die Titelgeschichte erzählt zugleich die außergewöhnliche Biografie des damals 42-jährigen Willy Schlieker. Der Sohn eines Hamburger Werftschmieds hatte nach der Währungsreform von 1948 mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln begonnen und innerhalb weniger Jahre einen Industriekonzern mit einem Jahresumsatz von mehr als 300 Millionen Mark aufgebaut.
Sein Aufstieg war eng mit seiner außergewöhnlichen Kenntnis der Stahl- und Montanindustrie verbunden. Bereits während des Zweiten Weltkriegs hatte Schlieker im Rüstungsministerium unter Albert Speer gearbeitet und dort die Gruppe Eisen und Stahl übernommen. DER SPIEGEL zeichnet diesen Teil seiner Biografie ausführlich nach und schildert auch Schliekers Weg nach 1945.
Nach der Währungsreform erwarb Schlieker den Firmenmantel des traditionsreichen Eisengroßhandels Otto R. Krause. Von dort aus begann sein rasanter Aufstieg zum Großunternehmer der jungen Bundesrepublik.

Kohle aus Amerika – Stahl aus Deutschland

Besonders eindrucksvoll schildert der Artikel Schliekers Geschäfte während des Korea-Booms. In Westdeutschland fehlte Kohle, während die amerikanische Wirtschaft dringend Stahl benötigte. Schlieker entwickelte daraus einen ungewöhnlichen Kreislauf: amerikanische Kohle nach Deutschland – deutscher Stahl zurück nach Amerika.
Amerikanische Kohle wurde nach Deutschland verschifft, hier zu Koks verarbeitet und anschließend von den Hüttenwerken zur Stahlproduktion verwendet. Der fertige Walzstahl ging wiederum über den Atlantik in die Vereinigten Staaten, wo während des Korea-Booms hohe Preise gezahlt wurden.
Das Geschäft machte Schlieker zu einem der bekanntesten wirtschaftlichen Aufsteiger der Nachkriegszeit. DER SPIEGEL schildert dabei nicht nur seinen Erfolg, sondern auch seine riskante Geschäftspolitik, Konflikte mit Partnern und seinen Ehrgeiz, vom Händler selbst zum großen Industrieproduzenten aufzusteigen.

Elvis Presley 1956 – „Der Über-Rhythmus“

Ein aus heutiger Sicht besonders faszinierender Beitrag dieser Ausgabe beschäftigt sich mit einem kulturellen Phänomen, das die Welt gerade erst zu verändern begann: Rock ’n’ Roll. Gleich zu Beginn des Artikels steht ein junger Sänger im Mittelpunkt, der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 21 Jahre alt war: Elvis Presley.
DER SPIEGEL beschreibt Elvis nicht rückblickend als längst etablierte Musiklegende. Der Leser erlebt ihn im September 1956 unmittelbar während seines kometenhaften Aufstiegs. Seine Musik, seine Bühnenbewegungen und die Reaktionen seiner jungen Zuhörer erscheinen den damaligen Beobachtern neu, fremdartig und teilweise geradezu beunruhigend.
Der Artikel zitiert die zeitgenössische Charakterisierung Presleys als „Troubadour einer neuen Art von Schlagermusik“ und zeigt eindrucksvoll, wie sehr sich Erwachsene, Journalisten, Erzieher und Behörden damals bemühten, das neue Jugendphänomen überhaupt zu verstehen.

Rock ’n’ Roll erobert Amerika und Europa

Unter der Überschrift „Schlager: Der Über-Rhythmus“ beschreibt DER SPIEGEL ausführlich den Siegeszug des Rock ’n’ Roll. Elvis Presley, Bill Haley und Fats Domino stehen für eine Musik, die innerhalb kürzester Zeit zu einem internationalen Massenphänomen geworden war.
Der Artikel berichtet von Tausenden Jugendlichen bei Rock-’n’-Roll-Veranstaltungen in den USA, von Polizeieinsätzen und von heftigen gesellschaftlichen Reaktionen auf die neue Musik. Gleichzeitig versucht DER SPIEGEL seinen Lesern zu erklären, was Rock ’n’ Roll musikalisch überhaupt ist und wo seine Wurzeln liegen.
Dabei wird die Entwicklung von afroamerikanischen Musiktraditionen über Ragtime, Charleston, Boogie und Swing bis zum Rock ’n’ Roll nachgezeichnet. Der Beitrag ist dadurch heute nicht nur ein Dokument über Elvis Presley, sondern auch ein bemerkenswertes Zeugnis dafür, wie die deutsche Öffentlichkeit 1956 die Entstehung einer neuen internationalen Jugendkultur wahrnahm.

„Rock Around the Clock“ erreicht Deutschland

Auch Deutschland war 1956 längst von der neuen Musik erreicht worden. Bill Haleys „Rock Around the Clock“ war zu einem außergewöhnlichen Schallplattenerfolg geworden. DER SPIEGEL berichtet außerdem über den Film „Rock Around the Clock“, der in Deutschland unter dem Titel „Außer Rand und Band“ anlief.
Zuvor hatten Vorführungen in Großbritannien für Aufsehen gesorgt. Jugendliche tanzten in Kinos, Auseinandersetzungen mit der Polizei folgten und in einzelnen Städten wurde der Film sogar verboten. Die Rock-’n’-Roll-Welle wurde von Teilen der älteren Generation nicht nur als neue Musikrichtung, sondern als gesellschaftliche Herausforderung wahrgenommen.
Besonders reizvoll ist der Zeitpunkt dieses Artikels: Nur wenige Wochen später widmete DER SPIEGEL Elvis Presley die Titelseite der Ausgabe 50/1956. Ausgabe 39/1956 dokumentiert somit eine besonders frühe Phase der deutschen Berichterstattung über Elvis und den internationalen Durchbruch des Rock ’n’ Roll.

Weitere Themen dieser SPIEGEL-Ausgabe

Suezkonflikt & Weltpolitik

Der Suezkonflikt bleibt eines der bestimmenden internationalen Themen des Herbstes 1956. Gleich mehrere Beiträge beschäftigen sich mit der Krise und der Rolle der Großmächte. Unter der Überschrift „Sieger ist Dulles“ steht auch die amerikanische Außenpolitik im Mittelpunkt.

Bundeswehr & Wehrdienst

Die junge Bundeswehr ist ebenfalls Thema. DER SPIEGEL berichtet über die Dauer des Wehrdienstes und sogar über die Frage, welches Bier künftig in den Kantinen der Streitkräfte ausgeschenkt werden soll. Große politische Entscheidungen und alltägliche Details des neuen Militärs stehen dabei unmittelbar nebeneinander.

Erich Maria Remarque

Im Kulturteil beschäftigt sich die Ausgabe mit Erich Maria Remarque. Der Autor von „Im Westen nichts Neues“ gehörte bereits damals zu den international bekanntesten deutschen Schriftstellern.

William Golding – „Herr der Fliegen“

Unter den Buchneuerscheinungen findet sich William Goldings „Herr der Fliegen“. Der später weltberühmte Roman war erst wenige Jahre zuvor erstmals erschienen und wurde nun dem deutschen Publikum vorgestellt. Auch dadurch bietet das Heft einen interessanten Blick auf Literaturgeschichte in dem Moment, in dem sie entstand.

Film: „La Strada“

Im Filmteil wird unter anderem Federico Fellinis „La Strada“ behandelt. Daneben finden sich „Kitty und die große Welt“, „Hengst Maestoso Austria“ und „Der Liebesroman einer Königin“. Die Ausgabe verbindet damit Wirtschaft und Weltpolitik mit Musik, Literatur und Film der 1950er Jahre.

Zeitgeist der Woche

Die Woche vom 26. September bis 2. Oktober 1956 zeigt zwei Seiten der 1950er Jahre besonders deutlich. Auf der einen Seite steht das westdeutsche Wirtschaftswunder: Unternehmer wie Willy Schlieker denken in immer größeren Dimensionen, Industrieproduktion und Energiebedarf steigen und internationale Geschäfte verbinden die Bundesrepublik zunehmend mit der Weltwirtschaft.
Auf der anderen Seite entsteht eine völlig neue Jugendkultur. Elvis Presley ist 21 Jahre alt, Rock ’n’ Roll erobert Amerika und Europa, und die Erwachsenenwelt diskutiert noch darüber, ob diese neue Musik lediglich eine Modeerscheinung oder eine gesellschaftliche Gefahr ist.
Heute wissen wir, dass Rock ’n’ Roll die Populärkultur dauerhaft verändern sollte. Genau darin liegt der besondere Reiz dieser Originalausgabe: Sie zeigt diesen kulturellen Umbruch in dem Augenblick, in dem sein späteres Ausmaß noch niemand kennen konnte.

Heftdaten

Titel: DER SPIEGEL
Ausgabe: Nr. 39/1956
Erscheinungszeitraum: 26.9.1956 – 2.10.1956
Titelgeschichte: Industrie / Schlieker-Konzern – Der Lückenschließer
Titelperson: Willy Schlieker
Weiteres Schwerpunktthema: Elvis Presley & Rock ’n’ Roll – „Der Über-Rhythmus“
Sprache: Deutsch
Ausgabeart: Historische Originalausgabe
Zustand: altersentsprechend sehr gut
Diese originale SPIEGEL-Ausgabe von 1956 eignet sich besonders als Geschenk zum Geburtstag oder Jubiläum. Als Chronik über die Geburtswoche zeigt sie, welche politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Themen Deutschland und die Welt rund um das persönliche Datum bewegten.
Für Musik- und Elvis-Fans besitzt diese Ausgabe einen besonderen zusätzlichen Reiz: Der ausführliche zeitgenössische Bericht zeigt den 21-jährigen Elvis Presley im Jahr seines internationalen Durchbruchs und dokumentiert den Siegeszug des Rock ’n’ Roll aus unmittelbarer zeitgenössischer Perspektive.
Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

Präsentation & Zertifikat

Jede Ausgabe wird in einer archivgeeigneten Sammler-Klarsichthülle geliefert, versehen mit dem Aufkleber „Chronik zur Woche der Geburt“ sowie einem originalen SPIEGEL-Echtheitszertifikat.
Das Echtheitszertifikat wird ausgestellt vom offiziellen Antiquariat des SPIEGEL-Verlags (Rudolf Augstein GmbH & Co. KG). Zusätzlich enthalten: Sticker „Originalausgabe“.
Aus dem Archiv des offiziellen SPIEGEL-Antiquariats – sorgfältig geprüft, dokumentiert und mit Echtheitszertifikat versehen.

FAQ

Ist es eine Originalausgabe?
Ja – eine historische SPIEGEL-Originalausgabe aus dem Jahr 1956. Es handelt sich nicht um einen Nachdruck oder eine Reproduktion.
Was ist die Titelgeschichte von SPIEGEL 39/1956?
Die Titelgeschichte „Der Lückenschließer“ porträtiert den Unternehmer Willy Schlieker und seinen außergewöhnlichen Aufstieg zum westdeutschen Konzernherrn.
Enthält diese Ausgabe einen Artikel über Elvis Presley?
Ja. Der ausführliche Beitrag „Der Über-Rhythmus“ beschäftigt sich mit Rock ’n’ Roll und beschreibt den damals erst 21-jährigen Elvis Presley während seines internationalen Durchbruchs im Jahr 1956.
Warum ist der Elvis-Beitrag besonders interessant?
Der Artikel entstand unmittelbar während des Aufstiegs von Elvis Presley. Er zeigt nicht die spätere Legende, sondern dokumentiert, wie Elvis und die neue Rock-’n’-Roll-Kultur von Zeitgenossen im September 1956 wahrgenommen wurden.
Ist Elvis Presley auf dem Titelbild dieser Ausgabe?
Nein. Das Titelbild gehört zur Geschichte über Willy Schlieker. Elvis Presley ist Gegenstand des umfangreichen Beitrags „Der Über-Rhythmus“. Wenige Wochen später erschien Elvis auf dem Titel der SPIEGEL-Ausgabe 50/1956.
Welche weiteren bekannten Namen und Themen enthält die Ausgabe?
Zu den weiteren Themen und Persönlichkeiten gehören der Suezkonflikt, die junge Bundeswehr, Erich Maria Remarque, William Goldings „Herr der Fliegen“, Bill Haley, Fats Domino und Federico Fellinis „La Strada“.
Ist ein Echtheitszertifikat enthalten?
Ja – zu der historischen SPIEGEL-Originalausgabe erhalten Sie ein Echtheitszertifikat.
Ist die Ausgabe als Geburtstagsgeschenk geeignet?
Ja. Als historische Originalausgabe dokumentiert sie die Ereignisse einer ganzen Woche. Sie eignet sich damit als persönliche Chronik rund um das Geburtsdatum und zugleich als besonderes Zeitdokument für Musik- und Elvis-Fans.
Handelt es sich um einen Nachdruck?
Nein – angeboten wird eine historische Originalausgabe in altersentsprechend sehr gutem Zustand.


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